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Netzwelt

"League of Legends"

13-Jähriger droht Spielentwicklern mit Amoklauf - FBI ermittelt

Eine Online-Nachricht hat zahlreiche Ermittler in Alarm versetzt, darunter das FBI: Ein Junge aus Bayern hatte den Machern von "League of Legends" mit einem Amoklauf gedroht.

Getty Images/ iStockphoto

Spieler eines Videospiels (Symbolbild): Selbst scherzhaft gemeinte Amokdrohungen können dazu führen, dass die Polizei vorbeikommt

Samstag, 28.09.2019   12:46 Uhr

Ein 13-Jähriger aus dem bayerischen Haßfurt hat mit einer Drohung gegen die Entwickler des Onlinespiels "League of Legends" das FBI auf den Plan gerufen. "Der Bursche hatte in einem Chat sehr konkret einen Amoklauf im Studio der Firma angekündigt", sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Haßfurt.

Nachdem Mitarbeiter des Entwicklerstudios Riot Games mit Sitz in Los Angeles die Drohung entdeckt hatten, alarmierten sie die amerikanische Bundespolizeibehörde. Das FBI ermittelte und gab die Erkenntnisse an die deutschen Kollegen weiter.

Das bayerische Landeskriminalamt und die örtliche Polizei machten sich dann auf die Suche nach dem Autor der Drohung. "Das war zunächst nicht ganz einfach - wir hatten nur eine IP-Adresse", teilte der Sprecher weiter mit. Nach kurzen Ermittlungen fanden die Beamten Namen und Adresse des Jugendlichen aus Haßfurt heraus.

Das Verfahren wurde eingestellt

Bei einem Gespräch zusammen mit dessen Eltern kam heraus: "Das Ganze war von ihm als Scherz gedacht". Der Junge habe sich einsichtig gezeigt. Die Staatsanwaltschaft habe deswegen und im Hinblick auf das Alter des Jungen das Verfahren eingestellt.

Ganz folgenlos bleibe die Aktion für ihn dennoch nicht, hieß es: "Sein Name ist in den Datenbanken des FBI gespeichert. Das kann zum Beispiel zu einem Einreiseverbot in die USA führen."

"League of Legends" wird nach Angaben von Riot Games weltweit von mehr als 100 Millionen Menschen gespielt. In einer klassischen Partie stehen sich zwei Mannschaften mit je fünf Champions genannten Charakteren gegenüber, die jeweils über individuelle Eigenschaften verfügen.

mbö/dpa

insgesamt 12 Beiträge
Greenkeeper2021 28.09.2019
1.
Was, die bayerische Polizei konnte eine IP Adresse ausfindig machen? Hat Google geholfen? Ware mal interessant zu wissen, wieviel Zeit es gedauert hat, bis die Infos per Post in Bayern gelandet sind
Was, die bayerische Polizei konnte eine IP Adresse ausfindig machen? Hat Google geholfen? Ware mal interessant zu wissen, wieviel Zeit es gedauert hat, bis die Infos per Post in Bayern gelandet sind
pfalzkapelle 28.09.2019
2. @Was, die bayerische Polizei konnte eine IP Adresse ausfindig machen?
Wenn die Eltern einen Vertrag bei der Telekom haben, dann hat es sicherlich nichtg lange gedauert, bis man die IP Adresse ausfindig machen kann. Da kannst Du eigentlich gleich mit Deinem Namen unterschreiben. Sollte dies der Fall [...]
Wenn die Eltern einen Vertrag bei der Telekom haben, dann hat es sicherlich nichtg lange gedauert, bis man die IP Adresse ausfindig machen kann. Da kannst Du eigentlich gleich mit Deinem Namen unterschreiben. Sollte dies der Fall gewesen sein, dann wird deutlich, dass dies wirklich nur ein Scherz war. Ob es ein guter Scherz war, sei dahin gestellt. Ich finde so etwas jedenfalls nicht lustig. Wir kämpfen jetzt seit über 10 Jahren mit den Folgen eines Amoklaufs. Es ist schlimm, was man Menschen, die ansonsten unverletzt überlebt haben, damit antun kann. Ich kann auf so etwas herzlich gerne verzichten.
hansfrans79 28.09.2019
3. Kein Scherz
Im Artikel steht, der Junge habe sehr detailliert sein Vorhaben geschildert. Das ist ja wohl etwas anderes, als wenn jemand im Laufe eines Streits mal "ich lauf' gleich Amok" sagt.
Im Artikel steht, der Junge habe sehr detailliert sein Vorhaben geschildert. Das ist ja wohl etwas anderes, als wenn jemand im Laufe eines Streits mal "ich lauf' gleich Amok" sagt.
egyptwoman 28.09.2019
4.
Der Bub kann froh sein, das er in Dtl wohnt, hätte er das in Amiland gemacht, säße er jetzt hinter schwedischen Gardinen und würde auf seinen Prozess warten und könnte darauf wetten, das er ein paar Jahre gesiebte Luft atmet. [...]
Der Bub kann froh sein, das er in Dtl wohnt, hätte er das in Amiland gemacht, säße er jetzt hinter schwedischen Gardinen und würde auf seinen Prozess warten und könnte darauf wetten, das er ein paar Jahre gesiebte Luft atmet. Der Bub ist 13 und somit geistig in der Lage die Folgen einschätzen zu können, der wird ja wohl auch Nachrichten schauen und mitkriegen, wieviel Amokläufe es grad in Amiland tatsächlich gibt und das man damit keinen Scherz betreibt, sollte auch nem 13jährigen klar sein. Hoffe die Eltern haben ihm seinen Computer weggenommen oder sorgen darfür das er die nächsten Monate nicht mehr an nen heimischen Computer oder Smartphone kommt.
kup66095 28.09.2019
5.
Einer von vielen Gründen, das Alter der Strafmündigkeit herabzusetzen!
Einer von vielen Gründen, das Alter der Strafmündigkeit herabzusetzen!

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