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Netzwelt

Snowden-Enthüllung

NSA hört Bahamas ab

Die National Security Agency hat sich offenbar Zugriff auf den Mobilfunk auf den Bahamas verschafft und speichert sämtliche Gespräche. Mit dem geheimen Programm soll noch ein weiteres Land überwacht werden.

AP

Strand auf den Bahamas: NSA zieht sich sämtliche Mobilfunkgespräche

Dienstag, 20.05.2014   11:44 Uhr

Somalget nennt die NSA ein streng geheimes Programm, mit dem der Mobilfunk auf den Bahamas überwacht wird. Das berichtet "The Intercept" unter Berufung Dokumenten aus dem Archiv von Edward Snowden. Auf den Inseln im Atlantik leben rund 320.000 Menschen. Die Regierung wisse nichts von der umfassenden Überwachung.

Bereits im März hatte die "Washington Post" von einem Programm namens Mystic berichtet, mit dem die NSA sowohl Metadaten mehrerer Länder sammelt als auch ein Land komplett überwacht. Dazu gibt es nun mehr Details: Zu den Ländern, in denen mit Mystic Kommunikationsdaten gesammelt werden, zählen Mexiko, Kenia und die Philippinen.

Das Mitschneiden von Gesprächen, die dann für 30 Tage gespeichert werden, erledigt Somalget im Rahmen des Mystic-Programms. Somalget soll nicht nur auf den Bahamas im Einsatz sein, sondern noch in einem weiteren Land. "The Intercept" hält den Namen dieses Landes zurück. Es gebe glaubwürdige Warnungen, dass eine Nennung zu Gewaltausbrüchen führen könnte.

Auf den Bahamas soll für den Zugriff eine Kooperation der dortigen Behörden mit der DEA missbraucht worden sein, der amerikanischen Drug Enforcement Administration. Die DEA soll mit den Behörden auf den Bahamas bei der Überwachung einzelner Anschlüsse zusammenarbeiten. Offenbar ohne Wissen der dortigen Behörden werden die dafür nötigen technischen Einrichtungen für den Komplettzugriff der NSA genutzt.

Insgesamt sollen von Mystic rund 250 Millionen Menschen betroffen sein. Das Programm soll 2009 von der NSA-Abteilung Special Source Operations gestartet worden sein.

Mit einem anderen Programm, Boundless Informant, verschafft sich die NSA einen Überblick über weltweit abgefangene Kommunikationsdaten. In einer Übersicht aus dem März 2013 sind die Länder markiert, aus denen besonders viele Daten in die Speicher der NSA fließen. Neben China und den USA leuchtet auch Deutschland auf der Karte auf.

ore

insgesamt 14 Beiträge
Leser161 20.05.2014
1. Was man hat hat man
Tjo NSA halt. Sicher ist sicher. Vielleicht gibt es irgendwann die Möglichkeit aufgrund vergangener Gespräche herauszufinden ob ein Staat Hort für zukünftige Terroristen sein wird, dann könnte man das Land prophylaktisch [...]
Tjo NSA halt. Sicher ist sicher. Vielleicht gibt es irgendwann die Möglichkeit aufgrund vergangener Gespräche herauszufinden ob ein Staat Hort für zukünftige Terroristen sein wird, dann könnte man das Land prophylaktisch atomplanieren. Gut vielleicht wird die Trefferquote nicht so hoch sein, aber sicher ist sicher - durch eine gutgezielte Atombombe auf Hamburg-Harburg in den 90gern hätte man z.B. 9/11 verhindern können.
gog-magog 20.05.2014
2.
Damit ist das Märchen von der angeblichen Terrorbekämpfung und der damit begründeten Notwendigkeit von Totalspionage wohl nun endgültig widerlegt. Die Bahamas als Terroristenland, da lachen ja die Hühner. Die USA sollten [...]
Damit ist das Märchen von der angeblichen Terrorbekämpfung und der damit begründeten Notwendigkeit von Totalspionage wohl nun endgültig widerlegt. Die Bahamas als Terroristenland, da lachen ja die Hühner. Die USA sollten sich schämen, andere Staaten mit kriegerischen Mitteln zu attackieren. Nicht anders kann man das werten.
cavete 20.05.2014
3. So, mal schau'n
"Die DEA soll mit den Behörden auf den Bahamas bei der Überwachung einzelner Anschlüsse zusammenarbeiten. Offenbar ohne Wissen der dortigen Behörden werden die dafür nötigen technischen Einrichtungen für den [...]
"Die DEA soll mit den Behörden auf den Bahamas bei der Überwachung einzelner Anschlüsse zusammenarbeiten. Offenbar ohne Wissen der dortigen Behörden werden die dafür nötigen technischen Einrichtungen für den Komplettzugriff der NSA genutzt." Es scheint sich wohl anzubieten, im Rahmen einer vetrauensvollen "Zusammenarbet" der Beh öden "Implantatter" in die vorhandenes Infrastruktr zu intriegieren. Ein Vorgehensmuster, das sich auch woanders bewaehren koennte. Vielleicht einfach, indem man mit anderen Ländern zusammenarbetet. Aus fuer gewoehnlich gut unterrichteten Kreisen sol der Ablauf wie folgt geschehen: 1. So, mal check 2. So, mal schau'n 3. So, mal get und, falls erforderlick 4. So, verstau'n
AllesKlar2014 20.05.2014
4. Its so nice in the Bahamas...
..und Frau Merkel und der Rest der Verantwortlichen stecken den Kopf in den Sand. Unglaublich... Es wird Zeit, dass wir Rechte und unsere Interessen auf Unverletzlichkeit unserer Menschenrechte selbst in die Hand nehmen..
..und Frau Merkel und der Rest der Verantwortlichen stecken den Kopf in den Sand. Unglaublich... Es wird Zeit, dass wir Rechte und unsere Interessen auf Unverletzlichkeit unserer Menschenrechte selbst in die Hand nehmen..
ralf_si 20.05.2014
5.
Auf diese harte Drohung werden sie aber viel geben. Mensch, mit Worten kommt man nicht mehr weiter. Lasst Taten folgen. Hoffentlich entgleitet "The Intercept" noch das Land, was es bislang verheimlicht, damit es [...]
Zitat von gog-magogDamit ist das Märchen von der angeblichen Terrorbekämpfung und der damit begründeten Notwendigkeit von Totalspionage wohl nun endgültig widerlegt. Die Bahamas als Terroristenland, da lachen ja die Hühner. Die USA sollten sich schämen, andere Staaten mit kriegerischen Mitteln zu attackieren. Nicht anders kann man das werten.
Auf diese harte Drohung werden sie aber viel geben. Mensch, mit Worten kommt man nicht mehr weiter. Lasst Taten folgen. Hoffentlich entgleitet "The Intercept" noch das Land, was es bislang verheimlicht, damit es endlich der Anfang vom Ende dieser totalitären Machenschaften eingeläutet wird.

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