Schrift:
Ansicht Home:
Netzwelt

Mobilfunkqualität

Deutschlandkarte der Funklöcher ist online

Seit einem Jahr kann jedermann mit der Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur die Qualität von Mobilfunknetzen dokumentieren. Nun liegen erste Ergebnisse des Massentests vor.

Bundesnetzagentur

Und? Wie sieht es bei Ihnen mit der Qualität der mobilen Netze aus? Die Funklochkarte gibt Auskunft

Donnerstag, 07.11.2019   21:09 Uhr

Die Bundesnetzagentur hat ihre erste Funklochkarte für Deutschland veröffentlicht. Damit sind die Daten, die Nutzer der Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur zur Mobilfunkqualität in ihrer Umgebung gesammelt haben, nun online und grafisch aufbereitet abrufbar.

Durch Eingabe einer Adresse lassen sich auf der Website die am jeweiligen Ort von den Nutzern ermittelten Netzabdeckungswerte auf der Karte einsehen und etwa mit den Ergebnissen vergleichen, die man mit der App selbst vor Ort ermittelt hat, erklärt die Behörde.

Die schlicht "Breitbandmessung" genannte Mess-Anwendung der Bundesnetzagentur ist vielen besser als Funkloch-App bekannt und wird deshalb sowohl im App Store für iPhones als auch im Play Store für Android-Handys gefunden, wenn man in der Suchmaske den Begriff "Funkloch" eingibt.

Der Bundesnetzagentur zufolge ist die App seit ihrer Einführung 187.000 Mal auf Smartphones installiert worden. Insgesamt er- und übermittelten die Nutzer bisher knapp 160 Millionen Messpunkte als Basis für die Funklochkarte.

Eingeschränkter Blick aufs Netz

Beim Anschauen der Karte ist zu beachten, dass die Karte keine endgültige Auskunft über die vor Ort verfügbaren Netztechnologien geben kann, da sie ihre Messungen stets nur in dem vom Anwender gebuchten Netz und im Rahmen des jeweiligen Mobilfunkvertrags vornehmen kann. So kann die App zwar grundsätzlich zwischen der Verfügbarkeit von 2G (GSM), 3G (UMTS), 4G (LTE) und 5G unterscheiden, "sieht" aber beispielsweise nur ein 3G-Netz, wenn der jeweilige Anwender einen auf diese Technologie beschränkten Mobilfunkvertrag nutzt.

Auf Grundlage der von den Nutzern erhobenen Messdaten soll mit den Mobilfunk-Anbietern erörtert werden, wo die Netze noch weiter verbessert werden müssen.

Zum Überprüfen der vertraglich mit dem Anbieter vereinbarten Datenübertragungsraten im Festnetz stellt die Bundesnetzagentur außerdem Programme für Windows-, macOS- und Linux-Rechner bereit.

Mehr zum Thema

mak/dpa

insgesamt 90 Beiträge
Weltfinanzexperte 07.11.2019
1. 5G wird sicher wieder ein Erfolg!
Den Bürgern... ähhh Kunden wird ja bei 5G soviel versprochen: High-Speed-Internet an jeder Milchkanne und 1000-und-ein neuer Anwendungsfall für diese Technik, z.B. autonom fahrende Mähdrescher oder Traktoren/Hänger, die den [...]
Den Bürgern... ähhh Kunden wird ja bei 5G soviel versprochen: High-Speed-Internet an jeder Milchkanne und 1000-und-ein neuer Anwendungsfall für diese Technik, z.B. autonom fahrende Mähdrescher oder Traktoren/Hänger, die den Düngemittelbedarf einfach online abrufen und entsprechend umsetzen können. Blöd nur, dass die meisten landwirtschaftlich genutzten Flächen bislang schon weiß sind. Mit 5G wird sich das Gefälle sicher noch mehr zu Gunsten der Städte verschieben - HighSpeed für ein paar wenige, zahlungskräftige Konsumenten (um nicht falsch verstanden zu werden: ich gönne jedem sein mobiles Dolby-4D-UltraHD-Netflix-Abo), aber bei den wirklich wichtigen Entwicklungen bleiben wir Entwicklungsland.
vetris_molaud 07.11.2019
2.
Die Mobilfunkanbieter wissen auf dem Meter genau, wo sie keine Sendemasten stehen haben, somit ist die App witzlos. Wenn heute in einem Dorf/Stadtteil ein Funkloch existiert, wird es auch die nächsten Jahre so bleiben. Die [...]
Die Mobilfunkanbieter wissen auf dem Meter genau, wo sie keine Sendemasten stehen haben, somit ist die App witzlos. Wenn heute in einem Dorf/Stadtteil ein Funkloch existiert, wird es auch die nächsten Jahre so bleiben. Die Betreiber rechnen mit spitzen Bleistift anhand der Bevölkerungszahl, Altersdurchschnitt und weiteren Parametern aus, ob sich die Investition wirtschaftlich lohnt oder nicht. Zeigt der Daumen nach unten und die Bevölkerungszusammensetzung ändert sich nicht wesentlich, werden die Funklochopfer auch weiterhin von Edge träumen, was das ganze 5G-Werbegeplappere wie übelster Hohn erscheinen lässt, da bei dessen Einführung die Antennen nur auf bereits bestehenden Masten hinzumontiert werden. Es gibt Länder, deren Regierung sich ernsthaft um Ausbau und Modernisierung der Infrastruktur kümmert ...
holzghetto 07.11.2019
3. ist doch gut
ich hatte mir die App damals auch installiert und keine 3 Monate später war in Bad Sachsa (wo ich öfters bin) dann auch gleich 4G verfügbar. Vorher nur 3G oder meistens nur E. Es scheint wirklich zu helfen das man den [...]
ich hatte mir die App damals auch installiert und keine 3 Monate später war in Bad Sachsa (wo ich öfters bin) dann auch gleich 4G verfügbar. Vorher nur 3G oder meistens nur E. Es scheint wirklich zu helfen das man den Betreibern mitteilt wo noch Funklöcher sind. Selbst hier in der Sphäre Hannover-Peine gibt es einige Flecken wo man teilweise nur mit E unterwegs ist
mullertomas989 07.11.2019
4. Funklöcher machen nur als absoluter Härtefall....
.... Sinn, für Menschen, die gesundheitlich deshalb überreagieren und nur, wenn eine Gemeinde das mehrheitlich beschließt (was nicht wahrscheinlich ist) und nur wenn das dann am Ortseingang für jeden erkennbar ist. Also nur [...]
.... Sinn, für Menschen, die gesundheitlich deshalb überreagieren und nur, wenn eine Gemeinde das mehrheitlich beschließt (was nicht wahrscheinlich ist) und nur wenn das dann am Ortseingang für jeden erkennbar ist. Also nur als absolute Ausnahme - so, dass man das locker an einer Hand in ganz Deutschland abzählen könnte. Alles andere muss auf 5G hoch - ruck zuck.
schamot 07.11.2019
5. Bester Empfang zwischen München und Ingolstadt?
Das bezweifel ich. Gleich, wenn man aus München raus ist, wars das.. Hier wird schöngemalt.
Das bezweifel ich. Gleich, wenn man aus München raus ist, wars das.. Hier wird schöngemalt.

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP