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Netzwelt

Daten-Leak

Ermittler setzen Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß

Wer steckt hinter dem Daten-Leak? Die Polizei hatte bereits Sonntag einen Mann aus Mittelhessen vorläufig festgenommen: Er zeigte sich geständig und gab an, sich über Äußerungen von Politikern und Prominenten geärgert zu haben.

Foto: ARMANDO BABANI/ EPA-EFE/ REX
Dienstag, 08.01.2019   12:20 Uhr

Im Zuge der Ermittlungen nach dem Daten-Leak war am Sonntagabend ein 20-jähriger Mann aus Mittelhessen vorläufig festgenommen worden. Mangels Haftgründen sei die Festnahme des Mannes am Montagabend aber wieder aufgehoben worden, hieß es nun am Dienstagmittag in einer Pressekonferenz des BKA.

Es bestehe weder Flucht- noch Verdunklungsgefahr, hieß es dazu, der Verdächtige habe vielmehr alles eingeräumt und leiste mit seinen Aussagen auch Hilfe zur Aufklärung des Falls. Zudem seien die Auflagen bei Heranwachsenden für eine mögliche Untersuchungshaft besonders hoch.

Über den 20-Jährigen war am Dienstagmorgen unter anderem bekannt geworden, dass er noch bei seinen Eltern lebt. Ersten Erkenntnissen zufolge soll er keine Verbindungen zu ausländischen Geheimdiensten haben. Auf die Spur gekommen waren die Fahnder dem jungen Mann durch Zeugenaussagen und "digitale Spuren".

Einige neue Erkenntnisse

Auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden und in Form einer Pressemitteilung gab das BKA nun weitere Details bekannt:

Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, über das inzwischen gesperrte Twitter-Konto @_0rbit im Dezember zahlreiche persönliche Daten von Politikern und Prominenten als eine Art Adventskalender veröffentlicht zu haben. Mehr als tausend Politiker, Prominente und Journalisten sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums betroffen. Etwa 50 Fälle gelten als schwerwiegender, weil größere Datenpakete wie Privatdaten, Fotos und Korrespondenzen veröffentlicht wurden.

Diese Meldung wird fortlaufend aktualisiert.

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mbö/dpa

insgesamt 190 Beiträge
buecker 08.01.2019
1. Sofort einstellen!
Jemand, der eine Behörde überlisten kann, fähiger und kreativer ist als alle Fachleute, sollte eingestellt werden!
Jemand, der eine Behörde überlisten kann, fähiger und kreativer ist als alle Fachleute, sollte eingestellt werden!
dasfred 08.01.2019
2. Langsam überwiegt die Unterhaltung die Sensation
Keine internationale Verschwörung, kein obskures Netzwerk, nur ein junger Mann mit viel Freizeit, Frust und Internet Anschluss. Bin gespannt, wie die Boulevard Presse aus dieser trockenen Zitrone noch Saft pressen wird. Der Junge [...]
Keine internationale Verschwörung, kein obskures Netzwerk, nur ein junger Mann mit viel Freizeit, Frust und Internet Anschluss. Bin gespannt, wie die Boulevard Presse aus dieser trockenen Zitrone noch Saft pressen wird. Der Junge und seine Eltern werden auf jeden Fall reichlich Stress mit nervigen Reportern haben.
MisterD 08.01.2019
3. Wir gehen mal davon aus...
, dass der bei seinen Eltern lebende 20jährige Schüler keine Kontakte zum russischen, chinesischen, amerikanischen oder nordkoreanischen Geheimdienst hat bzw. hatte... Dann bleibt im Grunde nur eine recht einfache, aber umso [...]
, dass der bei seinen Eltern lebende 20jährige Schüler keine Kontakte zum russischen, chinesischen, amerikanischen oder nordkoreanischen Geheimdienst hat bzw. hatte... Dann bleibt im Grunde nur eine recht einfache, aber umso erschreckendere Erklärung über: Unsere Damen und Herren Politiker schützen ihre Daten so schlecht, also mit so unsicheren Passwörter und Routinen, dass ein 20jähriger Milchbubi die im Kinderzimmer am Computer "knacken" bzw. erraten kann... Ich frage mich, wie das geht? Ich meine ich bin kein hochrangiger Politiker, aber selbst meine für Dritte relativ unwichtigen Daten, schütze ich durch starke Passwörter und dem Prinzip, mir gut zu überlegen, was ich in die Cloud bzw. in die Öffentlichkeit stelle und was nicht... Hier herrscht dringender(!) Informationsbedarf und zwar nicht beim BSI, sondern bei den "Opfern". Nehmt das endlich ernst und schützt eure Daten nicht mit Passwörtern, wie dem eigenen Nachnamen oder dem Geburtstag der Tochter...
ted211 08.01.2019
4. Unmöglich!
Das geht ja garnicht, sicher über öffentliche Äußerungen von Politikern zu ärgern!
Das geht ja garnicht, sicher über öffentliche Äußerungen von Politikern zu ärgern!
spon-1169332508199 08.01.2019
5.
Tja, wenn sich alle Experten von zwei "Pickelgesichtern" im übertragenen und überspitzten Sinn die Butter vom Brot nehmen lassen ist doch da was grundlegend faul. Da bin ich auch beruhigt, wenn das BSI sagt die Chinesen [...]
Tja, wenn sich alle Experten von zwei "Pickelgesichtern" im übertragenen und überspitzten Sinn die Butter vom Brot nehmen lassen ist doch da was grundlegend faul. Da bin ich auch beruhigt, wenn das BSI sagt die Chinesen spähen nix aus. Aber dieses Internet ist doch für uns alle Neuland ;-)
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