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Netzwelt

Nacktfoto-Klau bei Lawrence, Upton, Dunst

Wie Sie Ihre Bilder im Netz schützen

Jennifer Lawrence, Kate Upton, Kirsten Dunst: Im Netz sind Dutzende Nacktbilder von Prominenten aufgetaucht. Wie kann man sich gegen Bilder-Leaks schützen? Und was tun, wenn man doch gehackt wird? Die Anleitung.

Getty Images
Von
Montag, 01.09.2014   15:43 Uhr

Wer private Fotos online speichert, sollte sich genau überlegen wo und wie - das zeigt ein groß angelegter Hackerangriff, von dem laut US-Medien zahlreiche Stars betroffen sind. So sollen unter anderem Fotos von Jennifer Lawrence, Kate Upton und Kirsten Dunst in Internetforen aufgetaucht sein.

Woher die Bilder genau stammen, ist bislang unbekannt. Nutzer von Diensten wie iCloud oder Dropxbox sollte die Veröffentlichung aber zum Nachdenken anregen: Bei Daten, die in Rechenzentren statt auf dem Computer gespeichert werden, besteht fast immer das Risiko, dass sich auch andere Internetnutzer Zugang verschaffen können.

Um auf fremde Daten zugreifen zu können, braucht man oft nur die Account-Zugangsdaten - und die können über verschiedene Wege ergaunert werden. Über konventionelle Hacks, über Computereinbrüche, durch das geschickte Austricksen der Sicherheitsvorkehrungen der Anbieter. Die Hersteller von Cloud-Diensten stehen dabei vor einer schwierigen Abwägung: Sie müssen einerseits einen sicheren Dienst anbieten, anderseits sollte dieser für die Kunden möglichst bequem und simpel zu nutzen sein. Und noch gibt es kaum einen Ansatz, der sowohl praktisch als auch sicher ist.

Im konkreten Fall der Prominenten ist bislang offen, wie der oder die Hacker an die Privatbilder gelangt sind. Angeblich wurden die iCloud-Konten prominenter iPhone-Nutzer gehackt. Dass das sogar mithilfe des Apple-Kundendienstes gelingen kann, zeigt ein Fall von 2012: Durch eine geschickte Aneinanderreihung von Teil-Informationen gelang es einem Hacker, in das Amazon-, Twitter- und Gmail-Konto des US-Journalisten Matt Honan einzusteigen. Apples Support gab dem Angreifer einen Teil der Kreditkartennummer Honans, mit der er sich gegenüber Amazons Sicherheitssystem als Honan ausgeben konnte und so Einblick in dessen vollständige Kontodaten bekam.

Wie kann man das Risiko verringern, Opfer solcher Angriffe zu werden? Hier einige Tipps für die Praxis.

So schützen Sie sich vor Bilder-Leaks

Die immer wieder vorkommenden Bilder-Leaks stellen übrigens auch indirekt eine Gefahr dar: Hinter angeblichen Links zu Promi-Nacktfotos verstecken sich oft Fallen. Cyberkriminelle oder Störenfriede locken mit angeblichen Bildern und liefern stattdessen zum Beispiel Scherzbilder und -videos. Manche Links führen aber auch zu Schadcodes oder inkriminierendem Material, etwa zu Bildern von Kindesmissbrauch. Gerade bei Links in E-Mails oder bei Facebook sollte man vorsichtig sein.

Das können Sie machen, wenn Sie Opfer werden

Was kann man tun, wenn man tatsächlich Opfer eines Hacks oder eines Smartphone-Diebstahls wurde und Bilder von sich im Netz entdeckt? Medienanwalt Christian Solmecke rät gegenüber SPIEGEL ONLINE zu mehreren Sofort-Maßnahmen:

Allgemein gilt: Im Privatbereich sind an der Fotoverbreitung oft die Ex-Partner beteiligt. Wer Bilder mit seinem Partner geteilt hat, kann diesen laut eines Einzelfallurteils in Koblenz nach der Trennung zur Löschung auffordern.

insgesamt 38 Beiträge
weitWeg 01.09.2014
1. TrueCrypt?
Das findet sich auf der TrueCrypt Web Seite: 'WARNING: Using TrueCrypt is not secure as it may contain unfixed security issues'
Das findet sich auf der TrueCrypt Web Seite: 'WARNING: Using TrueCrypt is not secure as it may contain unfixed security issues'
ornitologe 01.09.2014
2. Jeder
der Privates ins Netz bzw. in eine Cloud stellt, ist selbst schuld, wenn er die Hoheit über seine Daten verliert. Wer Bequemlichkeit dem Datenschutz vorzieht braucht sich nicht wundern, wenn etwas in falsche Hände gerät. So [...]
der Privates ins Netz bzw. in eine Cloud stellt, ist selbst schuld, wenn er die Hoheit über seine Daten verliert. Wer Bequemlichkeit dem Datenschutz vorzieht braucht sich nicht wundern, wenn etwas in falsche Hände gerät. So kompliziert ist es nämlich nicht, seine eigenen Daten vor unerlaubtem Zugriff zu schützen. Man muss es nur wollen und dann auch tun. Oder die Veröffentlichung ist aus PR-Gründen gewollt.
grafzet 01.09.2014
3. Kein Mitleid
Wer so dämlich ist und privat vertrauliche Daten in der Cloud (egal welcher) ablegt, darf sich nicht wundern, dass diese gestohlen werden können. Selbst mit zusätzlichen Vorkehrungen gilt die alte Informatikregel: schließ eine [...]
Wer so dämlich ist und privat vertrauliche Daten in der Cloud (egal welcher) ablegt, darf sich nicht wundern, dass diese gestohlen werden können. Selbst mit zusätzlichen Vorkehrungen gilt die alte Informatikregel: schließ eine Lücke und es werden zwei neue geöffnet. IMHO sind alle Betroffenen selbst schuld.
oelfeld 01.09.2014
4. der beste tipp:
mach keine nacktbilder von dir und wenn doch, lade sie nicht auf deinen surf-pc oder ins Internet. schon schwer, kann verstehen dass man da eine anleitung braucht.
mach keine nacktbilder von dir und wenn doch, lade sie nicht auf deinen surf-pc oder ins Internet. schon schwer, kann verstehen dass man da eine anleitung braucht.
ravager 01.09.2014
5. Truecrypt...
ist sicher. Bis auf die neuste Version, in der die NSA ihre Finger mit im Spiel hat, ist jede "alte" Version safe.
ist sicher. Bis auf die neuste Version, in der die NSA ihre Finger mit im Spiel hat, ist jede "alte" Version safe.

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Zum Autor

  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

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