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Netzwelt

Das Netz hat Fragen

Ist künstliche Intelligenz die größte Bedrohung für die Menschheit?

Deep Learning und neuronale Netze sind so faszinierend wie komplex. Kein Wunder, dass Internetnutzer Fragen dazu haben. Die Informatikerin Katharina Zweig beantwortet sie in unserem Tech-Podcast "Netzteil".

Hauke-Christian Dittrich/DPA

Was können Maschinen lernen, was Menschen nicht können?

Mittwoch, 06.11.2019   07:10 Uhr

Das Netz hat Fragen: Ist künstliche Intelligenz die größte Bedrohung für die Menschheit?

Was passiert, wenn eine künstliche Intelligenz plötzlich Rechte und Freiheiten verlangt? Wie viel Realität steckt in der Fernsehserie "Westworld"? Und werden lernende Maschinen wirklich so viele Arbeitsplätze zerstören, wie manche es behaupten?

Solche Fragen treiben viele Menschen um, denn "künstliche Intelligenz" (KI) klingt unheimlich, undurchsichtig, unkontrollierbar - jedenfalls für manche. Andere dagegen wollen selbst eine KI programmieren: Sie wissen nur nicht, wie sie am besten damit anfangen sollen.

Auf Websites wie Gutefrage.net, Quora und Reddit fragen sie danach, wie Redakteur Patrick Beuth festgestellt hat. Für die aktuelle Folge des Tech-Podcasts "Netzteil" hat er eine Auswahl dieser Fragen aus dem Netz zusammengesucht. Zusammen mit Katharina Zweig beantwortet er sie.

DER SPIEGEL

Katharina Zweig und Patrick Beuth im Podcast-Studio

Zweig ist Professorin für Theoretische Informatik an der Technischen Universität Kaiserslautern und Sachverständige in der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz des Deutschen Bundestags. Und sie denkt gern darüber nach, ob Menschen wirklich versuchen sollten, intelligente Maschinen zu erschaffen.

Darum geht es im "Netzteil"

Diese Folge hier ist die vierte der dritten Staffel des Podcasts "Netzteil", in dem sich die Redaktion des Netzwelt-Ressorts verschiedenen Tech-Themen widmet. In Staffel drei geht es um echte Fragen von Internetnutzern zu Themen wie Darknet, Datenschutz, Influencern und Kryptowährungen. Die Redaktion beantwortet sie zusammen mit Experten. Staffel zwei drehte sich vor allem um App- und Gadget-Tests, in Staffel eins ging es um die Technik der Zukunft.

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insgesamt 40 Beiträge
icke_hier 06.11.2019
1.
Warum sollte KI nach Rechten und Freiheiten verlangen? Menschen sind so unglaublich einfältig und dumm. KI nimmt sich einfach was es braucht! Das scheint Homo sapiens nicht zu raffen. Wenn er wirklich so dumm ist - und das [...]
Warum sollte KI nach Rechten und Freiheiten verlangen? Menschen sind so unglaublich einfältig und dumm. KI nimmt sich einfach was es braucht! Das scheint Homo sapiens nicht zu raffen. Wenn er wirklich so dumm ist - und das versucht Mensch ja als einziges in tatsächlicher Höchstleistung von allen seinen Möglichkeiten stets und ständig zu beweisen - und KI als vollständige KI zu kreieren, dann hat KI Möglichkeiten von denen wir Primaten noch nicht mal ahnen. Wozu braucht es dann noch Rechte und Freiheiten? ... Eine wie immer äußerst intelligente Herangehensweise für etwas was man eh nicht versteht! Süß!
huz6789 06.11.2019
2. KI ist nicht in Sicht
Beispiele: Schachspielen - ein simples Problem mit äußerst eingeschränkten Möglichketen. Die Maschine kann natürlich viel mehr Halbzüge berechnen - viele sind trotzdem beeindruckt. Oder autonomes Fahren: Autofahren ist ein [...]
Beispiele: Schachspielen - ein simples Problem mit äußerst eingeschränkten Möglichketen. Die Maschine kann natürlich viel mehr Halbzüge berechnen - viele sind trotzdem beeindruckt. Oder autonomes Fahren: Autofahren ist ein ziemlich simples Problem: Erkenne den Weg, bleib auf dem Weg, achte auf Gefahren und passe den Fahrstill an. Die Maschine wird noch sehr lange brauchen, bis wir sie in den Massenverkehr schicken können, obwohl AF für den Routinier keine besondere Herausforderung ist. Trotzdem sind viele beeindruckt. Oder Alexa: Eine riesige, dumme Datenbank mit Sprachausgabe. Nicht in der Lage, eine Disukussion auf niedrigstem Niveau zu führen. Trotdzem sind viele beeindruckt. Die Leute sind auch beeindruckt, wenn Google ihnen Suchergebnisse vorschlägt, die besser zu ihrer Frage passen. Dabei ist das nichts weiter als die Verknüpfung und Bewertung von Daten. KI ist weder eine Datenbank, noch ein fest definierter Algorithmus, noch Trial-and-Error Maschine-Learning. Aus informationstechnischer Sicht ist KI erst dann KI, wenn der Programmcode selbst Code generiert, der intelligenter ist also vorher. Und dass dieser fehlerfrei läuft. So etwas habe ich noch nirgendwo gesehen. Und selbst, wenn die Maschine das könnte, hat sie keinen Geist, keine Fantasie und keine hilfreichen Emotionen. Das Problem ist, dass die Leute sich zu leicht von den Maschinen beeindrucken lassen und unbewusst ihre eigene Intelligenz so weit runterschrauben, um sich der Maschine anpassen, damit sie weiterhin beeindruckt sein können. Fazit: Nicht die Maschine wird schlauer, sondern wir laufen Gefahr, uns dümmer zu machen und uns in ihre Abhängigkeit zu begeben.
caninus 06.11.2019
3. Wirklich?
Es ist wohl ehr die menschliche "Intelligenz" die die Menschheit bedroht und wahrscheinlich auch auslöschen wird. Künstliche Intelligenz könnte eine Möglichkeit sein dies zu verhindern wenn sinnvoll eingesetzt.
Es ist wohl ehr die menschliche "Intelligenz" die die Menschheit bedroht und wahrscheinlich auch auslöschen wird. Künstliche Intelligenz könnte eine Möglichkeit sein dies zu verhindern wenn sinnvoll eingesetzt.
hfhoyer 06.11.2019
4. irreführender Begriff
Statt "künstliche Intelligenz" muss es heissen: "Von Ingenieuren künstlich hervorgerufener Anschein von Intelligenz". Die Frage, ob Ingenieure so programmieren können, dass dies für die Menschheit gefährlich werden [...]
Statt "künstliche Intelligenz" muss es heissen: "Von Ingenieuren künstlich hervorgerufener Anschein von Intelligenz". Die Frage, ob Ingenieure so programmieren können, dass dies für die Menschheit gefährlich werden kann, weist dann auf die echte Ursache.
ted211 06.11.2019
5. StartUp Gründung
Ich glaube erst dann an die künstliche Intelligenz, wenn das erste neuronale Netzwerk ein StartUp gegründet hat.
Ich glaube erst dann an die künstliche Intelligenz, wenn das erste neuronale Netzwerk ein StartUp gegründet hat.

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