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Panorama

Berlin nach Hamburg

Polizei räumt ICE wegen Bombendrohung

In einem ICE von Berlin nach Hamburg hat die Polizei einen Zettel mit einer Bombendrohung entdeckt. Hunderte Fahrgäste saßen in Wittenberge fest. Als endlich Ersatzbusse kamen, erlebten die Reisenden die nächste böse Überraschung.

Julian Stähle/ DPA

Gestoppter ICE in Wittenberge: Hunderte Reisende waren betroffen

Sonntag, 02.06.2019   13:49 Uhr

Wegen eines verdächtigen Gepäckstücks und einer Bombendrohung in einem ICE von Berlin nach Hamburg haben fast 400 Fahrgäste in Brandenburg ihre Reise unterbrechen müssen.

Der Zug fuhr am Samstag gegen 21.25 Uhr im Bahnhof Wittenberge ein und wurde dort laut Polizei wegen eines herrenlosen Gepäckstücks gestoppt. Laut Bundespolizei wurde ein Zettel gefunden, der "eine Information über eine Bombe im Zug" enthielt, wie eine Sprecherin sagte.

Einsatzkräfte durchsuchten den Zug unter anderem mit Spürhunden, entdeckten den Angaben zufolge jedoch nichts Gefährliches. Auch ein Regionalzug wurde laut Polizei angehalten und evakuiert. Aus dem ICE stiegen 362 Fahrgäste, im Regionalzug waren 20 Fahrgäste betroffen.

Julian Stähle/ DPA

Festsitzende Reisende in Wittenberge: Busfahrer hatte 1,14 Promille

"Die Reisenden haben sich geweigert, mit dem Busfahrer zu fahren"

Die Deutsche Bahn bestellte nach Angaben eines Sprechers zwei Busse, um zumindest einen Teil der Reisenden weiter zu transportieren. Doch der Plan ging nicht auf. Bei einem Bus habe es einen technischen Defekt gegeben, beim anderen sei der Fahrer nicht fahrtauglich gewesen. Der Busfahrer entpuppte sich laut Polizei als betrunken.

"Die Reisenden haben sich geweigert, mit dem Busfahrer zu fahren", sagte ein Polizeisprecher. Ein Atemalkoholtest ergab 1,14 Promille. Für Berufskraftfahrer gilt gesetzlich 0,0 Promille.

Um 1.47 Uhr wurde die Sperrung nach Angaben der Bahn schließlich aufgehoben. Der Zug sei weitergefahren. Zwei weitere ICE-Züge - einer aus Berlin, einer aus Hamburg - seien in der Zwischenzeit über die länger dauernde Strecke über Uelzen in Niedersachsen und Stendal in Sachsen-Anhalt umgeleitet worden.

jme/dpa

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