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Panorama

Elfenbeinhandel

Unbekannte vergiften Film-Elefant

Durch einen Auftritt in dem Geschichtsepos "Alexander" gelangte der Elefant Khlao in Thailand zu kurzem Ruhm. Nun wurde der 50 Jahre alte Dickhäuter Opfer von Elfenbeinhändlern. Seinen Kadaver fanden Pfleger außerhalb seines Heimatparks.

DPA

Khlao, Star aus "Alexander": Handel mit Elfenbein ist seit Jahren verboten

Freitag, 11.07.2014   17:40 Uhr

Bangkok - Elefanten sind Thailands nationales Wahrzeichen. In Elefantendörfern leben sie mit ihren Pflegern, den Mahouts, eng zusammen. Doch wo es viele Elefanten gibt, gibt es auch viele illegale Elfenbeinhändler. Immer wieder werden die Tiere wegen ihrer wertvollen Stoßzähne massakriert. Nun hat ein neuer Fall Entsetzen ausgelöst.

Am Freitag (Ortszeit) fanden Pfleger den Kadaver des Tiers, die Stoßzähne waren abgesägt worden. Unbekannte hätten den 50 Jahre alten Elefanten vermutlich vergiftet, sagte sein Pfleger der Zeitung "Bangkok Post". Der Bulle Khlao war für eine kurze Zeit eine kleine Berühmtheit, weil er in dem Hollywoodfilm "Alexander" mitgewirkt hatte.

Der Elefant sei außerhalb eines Elefantencamps in der Provinz Ayutthaya an einen Baum gekettet gewesen, weil er eine aggressive Phase hatte. Der Besitzer des Elefantenparks vermutet, dass die Täter Teenager oder Drogenabhängige waren. Professionelle Wilderer wüssten, dass die Stoßzähne ganz oben abgesägt werden müssen, um einen besonders hohen Preis zu erzielen.

Der Handel mit Elfenbein ist seit Jahren verboten, aber der Schmuggel ist weit verbreitet. Weil es in Asien nach Schätzungen der Umweltstiftung WWF nur noch rund 30.000 Elefanten in freier Wildbahn gibt, werden die meisten Tiere in Afrika getötet. Thailand gilt wegen Gesetzes-Schlupflöchern als Umschlagplatz für illegale Ware.

gam/dpa

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