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Panorama

Maggie Rogers über sexistische Kommentare

"Kein Raum für Respektlosigkeit!"

Die Sängerin Maggie Rogers berichtet von Pöblern im Publikum. Die sexistischen Zwischenrufe hätten sie sehr getroffen, schreibt die 25-Jährige - und setzt sich zur Wehr.

Charles Sykes/ AP
Montag, 21.10.2019   15:40 Uhr

Maggie Rogers ist für ihre einfühlsame Musik bekannt, die selbst den hartgesottenen Hip-Hop-Produzenten Pharrell Williams berührte. Auch zu Beginn von Auftritten gewährt die Künstlerin dem Publikum oft einen Blick in ihre Seele und spricht unter anderem über Dankbarkeit. Für die 25-Jährige ist das der verletzlichste Teil ihrer Show. Und den haben mehrere Besucher nun offenbar genutzt, um Rogers sexistische Kommentare zuzurufen.

"Zieh dein Top aus", sei etwa zu hören gewesen, schrieb Rogers nun über den Vorfall auf Instagram. Jemand anderes habe gerufen: "Du bist aber süß." Sie sei davon fassungslos, wütend, verwirrt und verletzt gewesen. "Ich stehe jeden Abend auf der Bühne und gebe einen Teil von mir preis." Zwischen ihr und ihren Fans herrsche ein großen Vertrauen, das zu einer besonderen Atmosphäre führe.

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“take your top off”

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Wenn sie die Bühne betrete, tue sie das mit Demut vor ihrer Arbeit, und sie wisse um das Privileg, diesen Job machen zu dürfen. Um ihre Musik zu vermitteln, sei ihr Körper das beste Instrument. Doch das hat für Rogers offenbar Grenzen.

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Maggie Rogers über Sexismus: Appell an die Pöbler

"Ich möchte diesen Moment nutzen, um sehr, sehr klar zu sein", schreibt Rogers nach den Anfeindungen. "Es gibt keinen Raum für Belästigung, Respektlosigkeit." Sie wolle sich ihre Show nicht kaputt machen lassen - und schloss mit einem Appell: "Seid nett zueinander."

apr

insgesamt 14 Beiträge
frenchie3 21.10.2019
1. Du bist aber süß
OK, das mit dem Top ausziehen, das muß nicht sein. Wenn aber Aussagen wie "du bist aber süß" als sexistisch gesehen werden oder es die Kleine dermaßen aus dem Sattel haut sollte sie nicht öffentlich auftreten. Man [...]
OK, das mit dem Top ausziehen, das muß nicht sein. Wenn aber Aussagen wie "du bist aber süß" als sexistisch gesehen werden oder es die Kleine dermaßen aus dem Sattel haut sollte sie nicht öffentlich auftreten. Man kann Empfindlichkeit übertreiben
aschu0959 21.10.2019
2. Wer sich auf eine Bühne stellt
muß immer damit rechnen, sich zu blamieren u/o zur Lachnummer und zum Ziel von Spott und Verletzungen zu werden! Das gehört zum Berufsrisiko eines jeden (Künstlers, Politikers, Sportlers). Ohne damit sexistische Ausfälle [...]
muß immer damit rechnen, sich zu blamieren u/o zur Lachnummer und zum Ziel von Spott und Verletzungen zu werden! Das gehört zum Berufsrisiko eines jeden (Künstlers, Politikers, Sportlers). Ohne damit sexistische Ausfälle gutheissen zu wollen, wer mit Rufen, Lachern und Schmähungen auf der Bühne nicht umgehen kann, sollte sie wohl eher meiden und besser im Studio bleiben.
freigeistiger 21.10.2019
3. Auch Männer werden belästigt
Frauen haben kein Monopol darauf, belästigt oder bedroht zu werden. Es hat auch nichts mit Frauenfeindlichkeit oder Sexismus zu tun. Allgemein ist der Hintergrund, dass es Menschen gibt, die sich einen Spaß daraus machen, andere [...]
Frauen haben kein Monopol darauf, belästigt oder bedroht zu werden. Es hat auch nichts mit Frauenfeindlichkeit oder Sexismus zu tun. Allgemein ist der Hintergrund, dass es Menschen gibt, die sich einen Spaß daraus machen, andere zu schädigen und Schadenfreude zu haben. Zur Befriedigung ihrer persönlichen Aggressionsgelüste. Auch Frauen machen das. Im ÖRR wird das im Fernsehen zur Unterhaltung eines breiten Publikums gemacht, in der Sendung "Verstehen Sie Spaß". Für Gebildete und Intelligente ist das bildungsmäßiges Unterschichtenfernsehen. Allgemein sagt man dazu Mobbing. Opfer dieser Sendung sehen das so.
freigeistiger 21.10.2019
4. Dein Eltern haben wohl was falsch gemacht
Deine Eltern haben bei Deiner Erziehung wohl entscheidendes falsch gemacht. Umgangsformen und Kultiviertheit waren in deiner Familie offensichtlich Fremdworte. P.S.: Ich habe von aschu0959 die Erlaubnis für meinen Beitrag [...]
Zitat von aschu0959muß immer damit rechnen, sich zu blamieren u/o zur Lachnummer und zum Ziel von Spott und Verletzungen zu werden! Das gehört zum Berufsrisiko eines jeden (Künstlers, Politikers, Sportlers). Ohne damit sexistische Ausfälle gutheissen zu wollen, wer mit Rufen, Lachern und Schmähungen auf der Bühne nicht umgehen kann, sollte sie wohl eher meiden und besser im Studio bleiben.
Deine Eltern haben bei Deiner Erziehung wohl entscheidendes falsch gemacht. Umgangsformen und Kultiviertheit waren in deiner Familie offensichtlich Fremdworte. P.S.: Ich habe von aschu0959 die Erlaubnis für meinen Beitrag bekommen. Sie/eEr befürwortet es. __ aschu0959: Wer in einem Forum mit Spott nicht umgehen kann sollte lieber in sein Poesiealbum schreiben.
gurkenhobel 21.10.2019
5. Als ich bei WOLFMOTHER mein Bier auf die Bühne warf...
... das muss so gegen 2004 gewesen sein... und ich das tat in vollster Begeisterung und Ehrerbietung ob der wahnsinnig guten RocknRoll-Performance dieser jungen Burschen, die damals höchstens 19 waren, hat mich auch niemand [...]
... das muss so gegen 2004 gewesen sein... und ich das tat in vollster Begeisterung und Ehrerbietung ob der wahnsinnig guten RocknRoll-Performance dieser jungen Burschen, die damals höchstens 19 waren, hat mich auch niemand verstanden in der Markthalle... ;-) Es war mir einfach ein "Bedürfnis" und Ausdruck voller Rocker-Lebensfreude. Ein Plastikbecher, wie damals schon üblich, konnte nicht wirklich jemand schaden - und es war nur ganz wenig Bier noch ´drin. Meine Unterhose wollte ich nicht rausholen. Damit möchte ich natürlich nicht die sexistischen Sprüche, der hier beschriebenen jungen Unholde, weißwaschen.

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