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Panorama

Singapur

Schwere Misshandlung des Dienstmädchens - Ehepaar verurteilt

Sie schlugen sie, bedrohten sie und zwangen sie, ihr eigenes Erbrochenes zu essen: In Singapur ist ein Ehepaar wegen schwerer Misshandlung ihres Dienstmädchens verurteilt worden - nicht zum ersten Mal.

Montag, 18.03.2019   16:53 Uhr

Wegen massiver Misshandlungen ihrer Hausangestellten aus Burma hat ein Gericht in Singapur eine Frau und ihren Ehemann zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Paar muss seinem Opfer zudem eine Entschädigung zahlen.

Singapurs Staatsanwalt bezeichnete den Fall als den bisher schlimmsten in der Geschichte des Stadtstaats. Während des ganzen Jahres 2012, in dem die 32-Jährige bei dem Paar gearbeitet habe, sei sie systematisch physisch und psychisch gequält worden.

Ehepaar drohte ihr mit dem Tod ihrer Eltern

In einem Fall stopfte die Ehefrau einen zähen Reiszuckerbrei durch einen Trichter in den Schlund der Frau, nachdem diese geklagt hatte, zu wenig zu Essen zu bekommen. Als sie würgen musste, zwang die Hausherrin sie, ihr Erbrochenes zu essen.

Immer wieder versetzten die Eheleute der 32-Jährigen Fußtritte, schlugen sie oder ließen sie in Unterwäsche putzen. Sie drohten damit, ihre Eltern zu töten, sollte sie zur Polizei gehen.

Die ehemalige Vertriebsleiterin Chia Yun Ling wurde am Montag zu 47 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt. Ihr Mann, ein ehemaliger Informatikmanager, muss für 24 Monate in Haft.

Vor zwei Jahren war das Paar schon einmal wegen der Misshandlung eines indonesischen Dienstmädchens zu Haftstrafen verurteilt worden. Beide haben ihre Strafe bis heute nicht angetreten.

bam/AFP

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