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Panorama

Rückkehr ins Leben

Indische Gläubige kühlen Guru seit Wochen in Gefriertruhe

Er ist nicht tot, er meditiert nur: Indische Gläubige bewahren einen verstorbenen Guru seit rund sechs Wochen in einer Gefriertruhe auf. Die Anhänger von Ashutosh Maharaj wollen immer noch Anweisungen von ihm bekommen - und hoffen auf die Rückkehr ihres Idols.

AFP
Donnerstag, 13.03.2014   10:39 Uhr

Neu-Delhi - Als der indische Guru Ashutosh Maharaj Ende Januar verstarb, überließ ein Gericht seinen Anhängern, wie mit der Leiche des Geistlichen zu verfahren sei. Doch die Gläubigen gehen nicht davon aus, dass Maharaj tot ist. Seit fast sechs Wochen halten sie ihr Idol in einer Gefriertruhe kühl, weil sie mit seiner Rückkehr ins Leben rechnen.

Die Behörden hatten Ashutosh Maharaj am 29. Januar für klinisch tot erklärt. Seither wachen seine Anhänger in einem Ashram im nordindischen Bundesstaat Punjab über seinen in einem Gefriergerät aufbewahrten Körper.

Ein Sprecher des Ashram erklärte, der Guru sei nicht tot, sondern befinde sich in einem Zustand des Samadhi - der höchsten Stufe der Meditation. Seine Anhänger warteten nun darauf, dass Maharaj seine Meditation beende, um wieder die Führung der Gläubigen zu übernehmen. "Maharaj sendet über meditierende Anhänger weiterhin Botschaften, dass wir seinen Körper bis zu seiner Rückkehr schützen sollen", sagte der Sprecher.

Seiner Internetseite zufolge hatte Maharaj seinen Ashram 1983 gegründet. Seine "Mission zur Erweckung des göttlichen Lichts" habe Millionen von Anhängern in der ganzen Welt.

gam/AFP

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