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Panorama

Chefermittler bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst"

Rebecca hat Haus ihres Schwagers wohl nicht verlassen

Neue Erkenntnisse im Fall der vermissten Rebecca: Ermittler haben offenbar herausgefunden, wo sich die 15-Jährige zum Zeitpunkt ihrer mutmaßlichen Tötung aufhielt.

JENS SCHLUETER/EPA-EFE/REX

Das Haus des Tatverdächtigen in Berlin

Donnerstag, 07.03.2019   10:30 Uhr

Die vermisste 15-jährige Rebecca hatte nach Ansicht der Ermittler zum Zeitpunkt ihrer mutmaßlichen Tötung das Haus ihres Schwagers wohl nicht verlassen. Das sagte Michael Hoffmann vom Landeskriminalamt Berlin in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Der dringend tatverdächtige Schwager von Rebecca sei zur mutmaßlichen Tatzeit allein mit ihr im Haus gewesen. Dies ergebe sich vor allem aus dem Telefonverhalten Rebeccas und den Routerdaten im Haus des Schwagers.

Rebecca war demnach in den Morgenstunden des 18. Februar aus dem Haus ihres 27-jährigen Schwagers und ihrer Schwester verschwunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie getötet wurde. Ihr Schwager sitzt seit Montag in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

Laut Hoffmann unternahm der Schwager am Tag von Rebeccas Verschwinden und am darauffolgenden Tag zwei Fahrten, die er nicht erklären kann. Mit dem himbeerroten Twingo der Familie wurde er demnach am 18. Februar um 10.47 Uhr und am 19. Februar um 22.39 Uhr auf der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von dem automatischen Kennzeichenerfassungssystem KESY registriert.

Die Polizei fragt nun, wer das Auto des Verdächtigen am Vormittag des 18. Februar und am Abend des 19. Februar gesehen hat. Sie veröffentlichte dazu Fotos des Tatverdächtigen und des Fahrzeugs. Interessant ist demnach besonders, an welcher Abfahrt das Auto die Autobahn verließ und in welchen Ortschaften es gesehen wurde. Zudem sucht die Polizei Bezugspunkte des Tatverdächtigen zwischen Berlin und Frankfurt (Oder).

Neue Details

Das LKA Berlin gab in der Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" zudem weitere Details zum Fall bekannt. Hoffmann fügte dabei den bisher bekannten Kleidungsstücken zwei Gegenstände hinzu, die Rebecca mit sich tragen könnte. Wer diese Gegenstände beispielsweise in einem Wald finde, solle sich umgehend bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle melden:

Derweil hat die Polizei die Auswahl der Fotos des Mädchens verteidigt, die bei der Suche eingesetzt wurde. Unter anderem hatte die "Süddeutsche Zeitung" kritisiert, dass eines der Porträtbilder kein realistisches Foto sei, sondern möglicherweise von ihr selbst oder Freunden digital bearbeitet und verschönert worden sei. Das Foto zeigt Rebecca zudem deutlich geschminkt.

Ein Polizeisprecher sagte dazu: "Wir müssen uns danach richten, Bilder zu nehmen, von denen die Angehörigen sagen, dass sie dem Gesuchten sehr ähnlich sehen." Bei der Auswahl sei man auf die Unterstützung der Familie angewiesen. Beide Fotos seien unter diesen Gesichtspunkten ausgewählt worden.

sth/dpa

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