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Panorama

Berlin

Unbekannter soll jüdischen Mann attackiert haben

In Berlin-Charlottenburg ist mutmaßlich ein Mann angegriffen worden. Die Polizei geht von einem antisemitischen Hintergrund aus.

DPA / Patrick Seeger

Mittwoch, 14.08.2019   18:09 Uhr

Ein jüdischer Mann ist laut eigener Aussage in Berlin-Charlottenburg auf der Straße von hinten angegriffen worden. Der 55-Jährige sagte laut Polizeimitteilung aus, zwei Personen seien am Dienstag hinter ihm hergelaufen, wovon ihn eine plötzlich zu Boden gestoßen habe.

Anschließend sei das Duo geflüchtet. Er sei wegen seiner Kleidung als Jude erkennbar gewesen, sagte der Mann. Wegen Schmerzen am Kopf und in einem Bein alarmierte der 55-Jährige schließlich von zu Hause aus den Rettungsdienst. Jetzt ermittelt der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz wegen Hasskriminalität.

Ende Juli war in Berlin der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde, Yehuda Teichtal, Opfer einer antisemitischen Attacke geworden. Zwei Männer beschimpften und bespuckten Teichtal, der in Begleitung eines seiner Kinder war und zuvor einen Gottesdienst im Bezirk Wilmersdorf geleitet hatte. Hunderte nahmen später an einem Solidaritätsgebet teil, darunter auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und dessen Lebensgefährtin Natalia Wörner.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa, zwei Unbekannte hätten den 55-Jährigen attackiert. Laut Polizeimitteilung griff ihn jedoch nur einer der Unbekannten an.

ala/dpa

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