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Panorama

Betrugsskandal an US-Eliteunis

Felicity Huffman wird auf schuldig plädieren

Mit "tiefem Bedauern und Scham" will Schauspielerin Felicity Huffman im Prozess um den Bestechungsskandal an US-Eliteunis ihre Schuld einräumen. Ihr drohen mehrere Jahre Haft und eine Geldstrafe.

KATHERINE TAYLOR/EPA-EFE/REX

Felicity Huffman verlässt Anfang April ein Gericht in Boston, Massachusetts

Dienstag, 09.04.2019   03:09 Uhr

Die angeklagte US-Schauspielerin Felicity Huffman hat in dem Hochschul-Bestechungsskandal ihre Schuld eingeräumt. Laut einer Mitteilung der US-Staatsanwaltschaft ist Huffman unter 14 Angeklagten, die in dem Betrugsprozess auf "schuldig" plädieren werden.

Huffman war Mitte März in Los Angeles verhaftet worden und Anfang April in Boston vor Gericht erschienen. Ihr drohen mehrere Jahre Haft und eine Geldstrafe. Mit "tiefem Bedauern und Scham" für ihr Handeln würde sie die volle Verantwortung für ihre Taten übernehmen, erklärte Huffman am Montag in einer Mitteilung. Ihre Tochter habe "absolut" nichts von dem Vorgehen gewusst.

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Bestechungsskandal in den USA: Prominente Angeklagte

Huffman entschuldigte sich bei ihrer Familie und bei den Schülern, "die jeden Tag hart dafür arbeiten, um an Universitäten aufgenommen zu werden".

Huffman hat aus ihrer Ehe mit dem Schauspieler William H. Macy zwei Töchter. Sie wurde vor allem durch ihre Rolle in der TV-Serie "Desperate Housewives" bekannt. Laut Anklage soll Huffman mindestens 15.000 Dollar (umgerechnet etwa 13.300 Euro) Schmiergeld gezahlt haben, damit Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufgebessert werden.

In dem Betrugsskandal sollen wohlhabende Eltern ihren Kindern unrechtmäßigen Zugang zu Elite-Universitäten verschafft haben; neben Huffman wird unter anderem auch "Full House"-Star Lori Loughlin beschuldigt. Mehr über den Fall erfahren Sie hier.

aar/dpa/Reuters

insgesamt 17 Beiträge
ed.u.cator 09.04.2019
1. Typische Hollywood Attitüde
Felicity Huffman ist die Verkörperung Hollywoods: oberlehrerhafte Social Justice Warrior Attitüde auf der einen Seite mit ganz viel Mitleid für "die Armen" und auf der anderen Seite keinerlei Skrupel, die nicht so gut [...]
Felicity Huffman ist die Verkörperung Hollywoods: oberlehrerhafte Social Justice Warrior Attitüde auf der einen Seite mit ganz viel Mitleid für "die Armen" und auf der anderen Seite keinerlei Skrupel, die nicht so gut betuchten mit Schmiergeld um deren Studienplatz beschei$$en. Ihre unbegabte Tochter, die -oh Wunder- im zweiten Zulassungstest 40% höher punktete als im ersten (nachdem sie und Mutti zu Hause Besuch vom Gründer des im Schmiergeld-Skandal involvierten "College Preparation Business" hatten), wusste aber angeblich von allem nichts... Man braucht wahrscheinlich keinen weiteren Beweis dafür, dass der Tochter allgemein die geistige Reife für's College fehlt. Und wenn Felicity es als ein Problem ansieht, dass es zu wenig Studienplätze für Nicht-Minderheiten an den Ami-Unis gibt, dann sollte das ein Grund sein, sich mal zu fragen, warum so viele der knappen Studienplätze an Minoritäten mit Sport-Hintergrund vergeben werden, deren einzige Qualifikation darin zun bestehen scheint, mit einem Ball unterm Arm ganz schnell von einer Seite des Spielfelds zur anderen zu rennen, oder einen Ball in einen Korb zu werfen, der ungewöhnlich hoch angebracht ist. Aber dazu müsste sie ja ihre Aktivitäten als Hollywood Social Justice Warrior kritisch hinterfragen. Ich hoffe, dass Felicity ein bisschen Aus-Zeit vom Richter bekommen wird, die sie dazu nutzen kann, mit den Leuten, für die sie sich so gerne grossherzig auf Kosten anderer stark macht, in einem kleinen Zimmer auf Staatskosten über ihr "white privilege" zu debattieren.
saaman 09.04.2019
2. Und was ist mit Trump?
So wie er sich gebärdet muss man vermuten, dass seine Eltern ebenfalls Schulen und Hochschulen bestochen haben. Trump posaunt, er sei ein Bestschüler und erfolgsgekrönter Student gewesen. In seinen Auftritten und seinen [...]
So wie er sich gebärdet muss man vermuten, dass seine Eltern ebenfalls Schulen und Hochschulen bestochen haben. Trump posaunt, er sei ein Bestschüler und erfolgsgekrönter Student gewesen. In seinen Auftritten und seinen Entscheidungen wirkt er, als sei das krasse Gegenteil der Fall. Außer Mut und Bauernschläue wird an Bildung nicht viel erkennbar.
gottseidank.de 09.04.2019
3. Mehrjährige Haftstrafe?
Sie ist doch keine Afro-Amerikanerin. Also bekommt sie 6 Monate auf Bewährung. Ihre Tochter hat von allem nichts gewusst? Hahaha herrlich, wie die weiter ihre Märchen platzieren. "Ooops, ich bin unfassbar schlecht in der Schule [...]
Sie ist doch keine Afro-Amerikanerin. Also bekommt sie 6 Monate auf Bewährung. Ihre Tochter hat von allem nichts gewusst? Hahaha herrlich, wie die weiter ihre Märchen platzieren. "Ooops, ich bin unfassbar schlecht in der Schule aber schau mal Mama, die Elite-Uni hat zugesagt!" Wer's glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
bullermännchen 09.04.2019
4.
Dafür bestraft zu werden ist richtig. In den Knast zu gehen? Doch etwas übertrieben. Hohe Geldstrafe aber vor allem Arbeitsstunden, damit die auf der Sonnenseite mal sehen wie es ganz unten ausschaut.
Dafür bestraft zu werden ist richtig. In den Knast zu gehen? Doch etwas übertrieben. Hohe Geldstrafe aber vor allem Arbeitsstunden, damit die auf der Sonnenseite mal sehen wie es ganz unten ausschaut.
fatherted98 09.04.2019
5. Da stimme...
...ich zu. Diese US-Attitüde alles und jeden gleich für Jahre in den Knast zu stecken halte ich für teilweise übertrieben....gerade in Fällen wie diesem....wo es um Geld geht und Bestechung. Die hohe Geldstrafe sollte den [...]
Zitat von bullermännchenDafür bestraft zu werden ist richtig. In den Knast zu gehen? Doch etwas übertrieben. Hohe Geldstrafe aber vor allem Arbeitsstunden, damit die auf der Sonnenseite mal sehen wie es ganz unten ausschaut.
...ich zu. Diese US-Attitüde alles und jeden gleich für Jahre in den Knast zu stecken halte ich für teilweise übertrieben....gerade in Fällen wie diesem....wo es um Geld geht und Bestechung. Die hohe Geldstrafe sollte den gesamten Besitz der Dame umfassen....alles bis auf den letzten Cent....Sozialstunden sind bei solchen Leuten meist sinnfrei....nein....alles einziehen...und dann darf die Dame wieder von vorn anfangen und arbeiten gehen (sie wird sicher nicht verhungern). Wahlweise könnte man dann 10 Jahre Knast anbieten....sie könnte sich dann ja entscheiden was ihr wichtiger ist....Knete oder Freiheit.

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