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Panorama

20 Jahre nach Columbine-Massaker

Alarm an US-Schulen - FBI fahndet nach 18-Jähriger

Fast genau 20 Jahre ist es her, dass zwei Schüler ein Massaker in ihrer Schule in Colorado anrichteten. Jetzt haben die Behörden erneut Alarm ausgelöst - wegen Drohungen einer bewaffneten jungen Frau.

David Zalubowski/ AP/ DPA

Polizeiauto vor der Columbine High School

Mittwoch, 17.04.2019   09:41 Uhr

Kurz vor dem 20. Jahrestag des Massakers an der US-Highschool Columbine fahndet die Polizei mit Hochdruck nach einer 18-Jährigen. Sie soll Drohungen gegen mehrere Schulen im Bundesstaat Colorado gerichtet haben.

Die Drohungen seien nicht spezifisch gegen eine bestimmte Schule gerichtet gewesen, aber dennoch glaubwürdig, sagte ein FBI-Sprecher. Vorsorglich wurden am Dienstag die Columbine High School in Littleton und mehr als 20 weitere Schulen im Umkreis der Großstadt Denver abgeriegelt. Der Unterricht ging hinter verschlossenen Türen weiter. Unklar ist, ob die Schulen am Mittwoch öffnen werden.

Die Zeitung "Denver Post" schrieb, die junge Frau sei "besessen" vom Schulmassaker von Columbine. Zwei Schüler hatten am 20. April 1999 an der Columbine High School zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach begingen sie Suizid.

"Sie ist bewaffnet und wird als äußerst gefährlich eingestuft"

Die Polizei nehme die Drohungen ernst, auch weil es darum gehe, das Sicherheitsgefühl der Schüler und der anderen Einwohner der Gegend zu wahren, sagte Sheriff Jeff Shrader. "Dies öffnet eine Wunde, besonders in der Gedenkwoche zum Jahrestag, bei den Familien, die so stark von all dem betroffen waren."

Nach Erkenntnissen des FBI reiste die gesuchte junge Frau am Dienstagmorgen von Miami aus nach Colorado. Dort habe sie in einem Laden eine Schusswaffe und Munition gekauft. Wo sie sich aktuell aufhalte, sei unklar. Es laufe eine intensive Suche, an der sich alle verfügbaren Einsatzkräfte der Gegend beteiligten. Die Polizei warnte: "Sie ist bewaffnet und wird als äußerst gefährlich eingestuft."

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Foto: SPIEGEL TV

wit/dpa/AFP

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