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Staatsschutz eingeschaltet

Unbekannte werfen Brandsätze auf Dortmunder Moschee

Eine Flasche zerbrach an der Fassade der Moschee, eine auf dem Boden davor: Zwei Täter haben in Dortmund Brandsätze gegen ein muslimisches Gotteshaus geworfen. Der Polizeipräsident zeigte sich schockiert.

Montag, 21.10.2019   13:20 Uhr

Im Dortmunder Stadtteil Eving haben in der Nacht zwei unbekannte Täter einen Brandanschlag auf eine Moschee verübt. Die beiden seien hinter einem geparkten Auto hervorgetreten und hätten zwei Brandsätze in Richtung der Moschee geworfen, teilte die Polizei mit.

Eine Flasche zerbrach demnach an der Fassade des muslimischen Gotteshauses, die Flüssigkeit darin ging in Flammen auf und hinterließ geringen Sachschaden. Der andere Brandsatz sei auf dem Boden vor der Moschee zerschellt und habe sich dort entzündet. Der Versuch, eine dritte Flasche zu werfen, sei gescheitert.

"Mich hat diese Tat schockiert, und ich kann das daraus entstandene Sicherheitsbedürfnis der Moscheen nachvollziehen", teilte Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange mit. "Wir werden als Polizei alles tun, was möglich ist, um die Gemeinden zu schützen." Eine Ermittlungskommission beim Staatsschutz sei eingerichtet worden, die Polizei hat nach eigenen Angaben Moscheen in Dortmund und Lünen nun besonders im Blick.

Die Hintergründe der Tat sind unklar, es wird in alle Richtungen ermittelt. Die Polizei teilte jedoch auch mit, es werde geprüft, ob der syrische Grenzkonflikt mit der Türkei ein Hintergrund der Tat gewesen sein könnte. Welche Anhaltspunkte für diese Vermutung konkret vorliegen, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage nicht.

Auch zur Identität der mutmaßlichen Angreifer machte er keine Angaben. Die beiden waren laut Mitteilung in Richtung Norden geflohen. Die Polizei bittet unter der Telefonnummer 0231-132-7441 um Hinweise zur Aufklärung der Tat.

apr

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