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Panorama

"El Chapo"-Prozess

"Lassen Sie ihn nicht vor seiner Verantwortung entkommen"

Im Prozess gegen Drogenboss Joaquín Guzmán hat Staatsanwältin Andrea Goldbarg ihr Schlussplädoyer gehalten. Sie rief die Jury dazu auf, "El Chapo" in allen Anklagepunkten schuldig zu sprechen.

REUTERS

Gerichtszeichnung: Staatsanwältin Andrea Goldbarg im Prozess gegen "El Chapo" (r.)

Donnerstag, 31.01.2019   08:23 Uhr

Die Anklage hat im Prozess gegen den mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán in New York in ihrem Schlussplädoyer einen Schuldspruch gefordert. Die Ermittler hätten in dem Verfahren eine "Flut von Beweisen" gegen den einstigen Anführer des berüchtigten Sinaloa-Kartells vorgelegt, sagte Staatsanwältin Andrea Goldbarg.

"Lassen Sie ihn nicht vor seiner Verantwortung entkommen", rief Goldbarg die Geschworenen während des mehr als sechsstündigen Plädoyers auf. "Ziehen Sie ihn wegen seiner Verbrechen zur Rechenschaft. Sprechen Sie ihn in allen Anklagepunkten schuldig."

Während des Prozesses hatten die zwölf Geschworenen die Aussagen von 56 Zeugen verfolgt, darunter von 14 früheren Mitarbeitern Guzmáns, Hunderte Dokumente gesehen und Dutzende abgehörte Telefonate vorgespielt bekommen.

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Guzmán muss sich in New York unter anderem wegen Drogenschmuggels, Waffenhandels und Geldwäsche verantworten - und mit einer lebenslangen Gefängnisstrafe rechnen. Laut Anklage soll das mexikanische Sinaloa-Kartell unter seiner Führung zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und große Mengen andere Drogen in die USA geschmuggelt haben.

Der von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitete Prozess gegen den 61-Jährigen hatte Anfang November begonnen. Guzmán selbst hatte am Montag angekündigt, nicht zu seiner eigenen Verteidigung aussagen zu wollen. Dazu hätten ihm seine Anwälte geraten.

Seine Verteidigung soll am Donnerstag ihr Abschlussplädoyer halten. Die Geschworenen könnten dann am Freitag ihre Beratungen aufnehmen. Wie lange die Jury für ihr Urteil braucht und wann im Fall einer Verurteilung Guzmáns ein Strafmaß verkündet werden könnte, ist offen.

wit/AFP

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