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Panorama

Suizid bestätigt

Zwei weitere Frauen verklagen Epstein-Erben

Nach dem Tod Jeffrey Epsteins melden sich die nächsten mutmaßlichen Opfer und fordern 100 Millionen Dollar Schadenersatz. Die Autopsie bestätigt, dass sich der ehemalige Finanzberater umgebracht hat.

REUTERS

Freitag, 16.08.2019   23:16 Uhr

Beim Bundesgericht in New York ist eine weitere Zivilklage gegen die Erben des US-Milliardärs Jeffrey Epstein eingegangen. Zwei Frauen gaben an, vor 15 Jahren von Epstein sexuell missbraucht worden zu sein. Nun fordern sie Schadenersatz in Höhe von 100 Millionen Dollar (etwa 90 Millionen Euro) von den Hinterbliebenen und möglichen Komplizinnen und Komplizen.

Die Namen der mutmaßlichen Opfer werden in der Klageschrift nicht genannt. Ihre Anwältin Lisa Bloom sagte, die Frauen seien 18 und 20 Jahre alt gewesen, als sie von einer "Rekrutiererin" Epsteins in dessen luxuriöses Wohnhaus nahe des Central Parks gelockt worden waren. Angeblich sollten sie mehrere Hundert Dollar für Massagen ohne sexuelle Berührungen erhalten.

Als die Frauen Epstein trafen, habe dieser sie aber doch sexuell belästigt. Sie seien so "verängstigt" gewesen, dass sie den Missbrauch damals nicht anzeigten. Bereits in der vergangenen Woche hatte die 32 Jahre alte Jennifer Araoz angegeben, als Teenagerin von Epstein vergewaltigt worden zu sein.

Der frühere Finanzinvestor, der beste Verbindungen in die Politik und High Society hatte, war am vergangenen Samstag tot in seiner Gefängniszelle gefunden worden. Zur Todesursache waren verschiedene Gerüchte verbreitet worden. Mittlerweile hat die Autopsie bestätigt, dass sich Epstein erhängt hat. Ihm war vorgeworfen worden, jahrelang minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet zu haben. Bei einer Verurteilung hätten ihm 45 Jahre Haft gedroht.

Mehr zu Epsteins Netzwerk lesen Sie hier.

mmm/AFP

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