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Panorama

Attacke in Sachsen-Anhalt

Attentäter von Halle gesteht Tat und bestätigt rechtsextremistisches Motiv

Er tötete zwei Menschen und schoss auf viele weitere: Der Angreifer aus Halle hat seine Taten gestanden - und ein rechtsextremes und antisemitisches Motiv eingeräumt.

RONALD WITTEK/ EPA-EFE/ REX

Freitag, 11.10.2019   10:32 Uhr

Stephan Balliet hat nach SPIEGEL-Informationen das Attentat von Halle (Saale) gestanden. In einer mehrstündigen Vernehmung beim Bundesgerichtshof am Donnerstagabend in Karlsruhe machte er umfangreiche Angaben. Er gab an, aus rechtsextremen und antisemitischen Motiven gehandelt zu haben.

Der Täter hatte am Mittwoch versucht, eine Synagoge zu stürmen . Mehr als 50 Menschen hatten sich zu dem Zeitpunkt in dem Gotteshaus aufgehalten, um das wichtigste jüdische Fest, Jom Kippur, zu feiern.

Der Angreifer tötete eine 40-jährige Frau vor dem Gotteshaus; in einem nahe gelegenen Döner-Imbiss erschoss er einen 20 Jahre alten Mann aus Merseburg. Auf der Flucht verletzte der Täter zudem eine 40 Jahre alte Frau und deren 41 Jahre alten Mann mit Schüssen. Später wurde er festgenommen (lesen Sie hier die Titelgeschichte des SPIEGEL zu dem Attentat).

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Generalbundesanwalt Peter Frank hat den Angriff als "Terror" bezeichnet. Nach seiner Überzeugung wollte der Täter in der Synagoge ein Massaker anrichten. Er wirft dem Angreifer zweifachen Mord und versuchten Mord in mehreren Fällen vor. Balliet sitzt in Untersuchungshaft.

"Schande für unser ganzes Land"

Deutschlandweit hatten sich am Tag nach dem Attentat Bürger und Politiker mit den Opfern und der jüdischen Gemeinde in Halle solidarisiert und Antisemitismus verurteilt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sprach von einer "Schande für unser ganzes Land". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, sie sei "schockiert und bedrückt von dem Verbrechen".

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei: "Dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war, ist skandalös."

jpz/srö/dpa

insgesamt 158 Beiträge
muebbing 11.10.2019
1. Nur ein Vorwand ?
Ich habe leider das übertragene Video des Attentäters gesehen. Es stellt sich die Frage, ob der Mann ausser dem Willen zu töten überhaupt ein Motiv hatte. Ob es nicht nur darum ging zu töten, um den Applaus einer wie auch [...]
Ich habe leider das übertragene Video des Attentäters gesehen. Es stellt sich die Frage, ob der Mann ausser dem Willen zu töten überhaupt ein Motiv hatte. Ob es nicht nur darum ging zu töten, um den Applaus einer wie auch immer gearteten Interenetgemeinde zu erheischen. Das Video ist ein eins zu eins Abklatsch eines Egoshooter. Die arme Frau starb weil sie da war, aus keinem anderen Grund, genauso der arme Junge im Dönerladen. Keine Frage, wer bist du! keine Frage bist Du Jude, bist Du Türke. Anhand der Videos kann man nur schliessen, das der Attentäter einem gestörten Selbstdarstellertrieb folgte. Ich fürchte die Herkunft und religiöse Gesinnung der Opfer war ihm egal. Es ging nur ums töten und Aufmerksamkeit. Das rechte Forum garantiert den Applaus.
Luvbread 11.10.2019
2. Warum wird Kritik gegen die Polizei erhoben?
Erst wegen der Polizei konnte weit schlimmeres verhindert werden! Hat eine Synagoge Anspruch auf dauerhaften Schutz durch Polizei, obwohl es in Sachsen Anhalt eh schon zu wenige Beamte gibt?
Erst wegen der Polizei konnte weit schlimmeres verhindert werden! Hat eine Synagoge Anspruch auf dauerhaften Schutz durch Polizei, obwohl es in Sachsen Anhalt eh schon zu wenige Beamte gibt?
ohess 11.10.2019
3. Das ist ja nun wenig überraschend
Jetzt kann der Herr Harlaß von der AfD auch aufhören, gefakte Googlesuchen, die suggerieren, der Täter sei zum Islam konvertiert, in Umlauf zu bringen. Denn das ist widerlich.
Jetzt kann der Herr Harlaß von der AfD auch aufhören, gefakte Googlesuchen, die suggerieren, der Täter sei zum Islam konvertiert, in Umlauf zu bringen. Denn das ist widerlich.
Beat Adler 11.10.2019
4. Heute will SPON keine Kritik, schade
Zitat SPON: Der Attentäter von Halle Die Spuren des bla bla bla Wie wurde der Angreifer von Halle zum Judenha ... Zitatende .................................. KEINE Fotos KEINE Namen, Strategie der Jacinda Arden [...]
Zitat SPON: Der Attentäter von Halle Die Spuren des bla bla bla Wie wurde der Angreifer von Halle zum Judenha ... Zitatende .................................. KEINE Fotos KEINE Namen, Strategie der Jacinda Arden befolgen! Warum findet SPON die Arden Strategie des Totschweigens falsch? Braucht jeder Killer noch Nachahmer? Dank der SPON Propaganda, auch NEGATIVE Propaganda ist im Umfed dieser Moerder POISITIVE Propaganda, FUER den Killer duch Namensnennung. Kein faschitoider oder islamistischer Moerder verdient es, dass sein Name genannt wird, ein Foto erscheint. Nie! Nirgends! Besonders nicht bei SPON! Der norwegische Massenmoerder motiviert Denjenigen in Christchurch der wiederum ist Vorbild fuer den Moerder von Halle.... Muss da so weitergehen, SPON? mfG Beat
Beat Adler 11.10.2019
5. Noch einmal mein Beitrag von gestern
Noch einmal mein Beitrag von gestern Zitat Wichtig: Instruktionen von Jacinda Arden, Premierministerin Neuseelands, beachten: Keine Namen und Fotos des Taeters weiterverbreiten. Ihn komplett von life TV Kameras und dem Internet [...]
Noch einmal mein Beitrag von gestern Zitat Wichtig: Instruktionen von Jacinda Arden, Premierministerin Neuseelands, beachten: Keine Namen und Fotos des Taeters weiterverbreiten. Ihn komplett von life TV Kameras und dem Internet fernhalten. Nicht dass er so wie der Massenmoerder in Norwegen noch den Hitlergruss life am TV zeigen kann und damit Andere motiviert. Sowie eben der Massenmoerder von Christchurch durch diesen Killer in Norwegen inspiriert wurde, zur Tat zu schreiten. Zitatende Warum also der Name in Fettschrift auf der ersten Seite beim SPON? mfG Beat
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