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Panorama

A1 bei Hamburg

Mutmaßlicher Raser nach tödlichem Unfall festgenommen

Die Hamburger Polizei wirft einem 29-Jährigen die Beteiligung an einem illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang vor. Ein unbeteiligter Fahrer kam dabei ums Leben, der Verursacher wurde festgenommen.

DPA

Tödlicher Unfall auf der A1 bei Hamburg

Mittwoch, 01.05.2019   18:45 Uhr

Nach einem tödlichen Unfall auf der A1 bei Hamburg hat die Polizei einen mutmaßlichen Raser festgenommen. Der Mann soll mit seinem Wagen in der Nacht zu Mittwoch mit hohem Tempo über die Autobahn gefahren sein, teilte die Polizei mit.

Zu spät habe der 29-Jährige bemerkt, dass sich die Fahrbahn an der Anschlussstelle Billstedt von drei auf zwei Spuren verengt, so die Polizei. Mit stark überhöhter Geschwindigkeit sei er nach rechts gezogen und in das Heck des vor ihm fahrenden Autos geschleudert worden.

Das gerammte Auto überschlug sich und kam erst nach rund 180 Metern auf dem Dach zum Stehen. Der 48 Jahre alte Fahrer starb laut Polizei noch an der Unfallstelle, sein 32-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt gerettet. Die Autobahn war mehr als sieben Stunden lang für die Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten gesperrt.

Nach dem Unfall hatte der 29-Jährige angegeben, seine Beifahrerin habe am Steuer gesessen. Die Verletzungen durch den Gurt passen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur jedoch nicht zu seiner Darstellung. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,4 Promille. Der 29-Jährige steht unter Verdacht, ein verbotenes Autorennen durchgeführt zu haben. Ob Haftbefehl erlassen wird, ist noch unklar.

In den vergangenen Tagen hatte die Polizei in mehreren Fällen gegen Teilnehmer von mutmaßlichen illegalen Autorennen ermittelt. Zuletzt war bei einem solchen Rennen in Moers eine unbeteiligte Frau tödlich verletzt worden.

him/dpa

insgesamt 70 Beiträge
rmondr 01.05.2019
1. Wann kommt endlich das Tempolimit ??
Ein Tempolimit hätte diesen Totschlag natürlich nicht verhindert, aber der Totschläger wäre damit ganz klar schuldig. Redet man hier von einem Unfall, so ist das grobes Unrecht dem Opfer gegenüber. Wenn bewiesen ist, dass der [...]
Ein Tempolimit hätte diesen Totschlag natürlich nicht verhindert, aber der Totschläger wäre damit ganz klar schuldig. Redet man hier von einem Unfall, so ist das grobes Unrecht dem Opfer gegenüber. Wenn bewiesen ist, dass der Raser ein Rennen gefahren ist, wäre "lebenslänglich" die richtige Antwort. Bei bewiesener Rücksichtslosigkeit übrigens auch. Solche Leute sollen eine Führerscheinsperre auf Lebenszeit bekommen !
fritz__meyer 01.05.2019
2. #1 Tempolimit?
wird es an der Unfallstelle gegeben haben. Was hat das damit zu tun, solange es technisch möglich ist, zu hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Und das ist selbst mit einem Trabi möglich oder mit einem Fahrrad. Die menschliche [...]
wird es an der Unfallstelle gegeben haben. Was hat das damit zu tun, solange es technisch möglich ist, zu hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Und das ist selbst mit einem Trabi möglich oder mit einem Fahrrad. Die menschliche Vernunft bleibt unabdingbar, aber bei solchen Menschen nicht vorhanden.
vicy1404 01.05.2019
3. Tempolimit...
...gibt es an dieser Stelle! Gegen die menschliche Dummheit hilft nur die Härte des Gesetzes! Es hätte auch meine Frau treffen können...
...gibt es an dieser Stelle! Gegen die menschliche Dummheit hilft nur die Härte des Gesetzes! Es hätte auch meine Frau treffen können...
zap_beeblebrox 01.05.2019
4. Was bringt da bitte ein Tempolimit?
Was soll diese Forderung, wenn gleich im nächsten Satz zugegeben wird, dass es nichts verhindert hätte? Für eine Vorverurteilung fehlen dem Artikel definitiv zu viele Details. Also abwarten und die entsprechenden Stellen ihre [...]
Was soll diese Forderung, wenn gleich im nächsten Satz zugegeben wird, dass es nichts verhindert hätte? Für eine Vorverurteilung fehlen dem Artikel definitiv zu viele Details. Also abwarten und die entsprechenden Stellen ihre Arbeit machen lassen...
krustentier120 01.05.2019
5. Leistungslimit
@rmondr: wenn der Unfall bei einer Spurenverengung vor einer Baustelle passiert ist, können wir doch davon ausgehen dass dort ein Tempolimit existierte. Vielleicht sollte man ein Leistungslimit einführen. Dann würden auch [...]
@rmondr: wenn der Unfall bei einer Spurenverengung vor einer Baustelle passiert ist, können wir doch davon ausgehen dass dort ein Tempolimit existierte. Vielleicht sollte man ein Leistungslimit einführen. Dann würden auch ältere Fahrer, die Gas und Bremse verwechseln, nicht gleich ganze Häuser zerstören.

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