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Panorama

Gerichtstermin in New York

Harvey Weinstein präsentiert neues Anwaltsteam

Im September soll der Missbrauchsprozess gegen Harvey Weinstein beginnen. Nun hat der ehemalige Hollywood-Produzent seine neuen Verteidiger vorgestellt.

Seth Wenig/AP

Damon Cheronis (v.l.), Donna Rotunno und Arthur Aidala: Weinsteins neues Verteidigerteam

Freitag, 12.07.2019   07:40 Uhr

Der frühere Filmmogul Harvey Weinstein hat ein neues Anwaltsteam für seinen Prozess wegen sexuellen Missbrauchs präsentiert. Die Anwälte Donna Rotunno und Damon Cheronis aus Chicago würden nun zusammen mit Arthur Aidala aus New York seine Verteidigung übernehmen, teilte der 67-Jährige bei einem Gerichtstermin in New York mit. Bei dem Termin ging es um gerichtliche Formalitäten vor Prozessbeginn.

Rotunno hat sich in der Vergangenheit äußerst kritisch gegenüber der #MeToo-Bewegung geäußert. Weinstein sei "überfahren worden", sagte die Anwältin am Donnerstag. Von mehr als einem halben Dutzend Anwälten hatte sich Weinstein zuvor schon getrennt - oder sie hatten selbst das Handtuch geworfen, wie etwa Staranwalt Benjamin Brafman.

Kena Betancur/Getty Images/AFP

Harvey Weinstein: Strafprozess soll im September starten

Der Strafprozess gegen Weinstein soll im September starten und voraussichtlich fünf Wochen dauern. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe. Im Prozess geht es um Vorfälle aus den Jahren 2006 und 2013 - eine mutmaßliche Vergewaltigung sowie erzwungen Oralverkehr. Harvey Weinstein bestreitet die Vorwürfe und sagt, jegliche sexuelle Handlungen hätten einvernehmlich stattgefunden.

Die ersten Missbrauchsvorwürfe gegen Weinstein waren im Oktober 2017 öffentlich geworden. Seitdem warfen ihm Dutzende Frauen vor, sie sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben. Unter ihnen sind Filmstars wie Angelina Jolie, Gwyneth Paltrow, Salma Hayek, Rose McGowan und Ashley Judd. Viele der Vorwürfe sind allerdings verjährt.

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Der Fall Weinstein hatte eine weltweite Kampagne gegen sexuelle Belästigung ausgelöst. Unter dem Schlagwort #MeToo machten zahlreiche Missbrauchsopfer ihre Erfahrungen öffentlich. Unter den Beschuldigten sind viele Prominente.

wit/dpa

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