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Panorama

Indien

Zwölfjährige mutmaßlich von Brüdern und Onkel vergewaltigt und getötet

2016 wurden in Indien durchschnittlich hundert Frauen pro Tag vergewaltigt. Nun erschüttert ein neuer Fall das Land: Ein Mädchen soll von Familienangehörigen vergewaltigt und brutal ermordet worden sein.

AP

Proteste gegen Vergewaltigungen im indischen Bangalore (Archiv)

Mittwoch, 20.03.2019   12:02 Uhr

Eine Zwölfjährige ist in Indien mutmaßlich von ihrem Onkel und ihren Brüdern vergewaltigt und später umgebracht worden. Der 40-jährige Onkel des Opfers sowie zwei ihrer Brüder seien festgenommen worden, nach dem ältesten Bruder werde noch gefahndet, teilte die Polizei des Bundesstaats Madhya Pradesh mit. Demnach hätten die Täter zunächst versucht, eine verfeindete Familie für die Tat verantwortlich zu machen.

Nach Angaben des Polizeichefs des Bezirks Sagar wurde die Leiche des Mädchens in der vergangenen Woche gefunden. Die Autopsie habe ergeben, dass die Zwölfjährige Opfer einer äußerst brutalen Gruppenvergewaltigung geworden sei. Alle drei Brüder und ihr Onkel hätten sich daran beteiligt, sagte der Polizeichef.

"Selbst Anwälte haben sich geweigert, die Täter zu verteidigen"

Als das Mädchen damit gedroht habe, zur Polizei zu gehen, hätten ihre Angehörigen sie erdrosselt und ihren Kopf mit einer Sichel abgetrennt. "Ein solches Verbrechen habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen", so der Polizeichef. "Selbst Anwälte haben sich geweigert, die Täter zu verteidigen."

Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist in Indien allgegenwärtig. Der Statistik zufolge wurden im Jahr 2016 durchschnittlich hundert Frauen pro Tag vergewaltigt. Jedes dritte Opfer ist nach UN-Angaben minderjährig. In fast der Hälfte der Fälle kannten die Opfer ihre Täter.

Im vergangenen Jahr wurde das Sexualstrafrecht in dem Land verschärft. Männer, die Kinder unter zwölf Jahren vergewaltigen, können mit dem Tode bestraft werden (Lesen Sie hier mehr zu dem Thema).

bam/AFP

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