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Panorama

Bahnhof in Iserlohn

Zwei Tote bei Messerangriff - Baby verliert Mutter

Eine Bluttat, zwei Tote - und ein Baby, das überlebt: Am Bahnhof im sauerländischen Iserlohn hat sich ein öffentliches Drama abgespielt. Eine Hochzeitsgesellschaft wurde Zeuge.

DPA

Bahnhof in Iserlohn: Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus

Sonntag, 18.08.2019   09:14 Uhr

Bei einem Messerangriff am Bahnhof von Iserlohn sind am Samstag ein Mann und eine Frau ums Leben gekommen. Ein dringend tatverdächtiger 43-Jähriger sei am Nachmittag noch am Tatort festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die 32 Jahre alte Frau hatte demnach ihr zwei Monate altes Baby bei sich, das unverletzt blieb. Der getötete Mann war 23 Jahre alt.

Der aus Bergisch Gladbach stammende Verdächtige hatte sich am Boden sitzend widerstandslos festnehmen lassen, wie der Sprecher sagte. Er sollte am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. "Unsere bisherigen Ermittlungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass es sich um eine Beziehungstat handelt." In welcher Verbindung die drei Menschen zueinander standen, wurde zunächst nicht bekannt.

Es habe viele Augenzeugen der Bluttat gegeben, darunter eine Hochzeitsgesellschaft mit rund 20 Personen. Die Leiche der Frau lag im nahen Parkhaus, die des Mannes auf einem Bahnsteig, wie es weiter hieß. "Der Bahnhof liegt recht zentral und zur Tatzeit war viel Publikumsverkehr unterwegs", sagte der Sprecher. Die schockierten Hochzeitsgäste, Passanten und Fahrgäste wurden im Bahnhofsgebäude von Seelsorgern betreut.

Der Bahnhof wurde abgesperrt, ebenso der von der Tat betroffene Bahnsteig. Auf einem zweiten Bahnsteig konnte der DB-Verkehr weiter rollen. Damit die Fahrgäste den Tatort nicht sehen mussten, wurden sie auf einem Umweg zum Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof begleitet, wie der Polizeisprecher schilderte.

Schon kurz nach der Tat nahm eine Mordkommission ihre Arbeit vor Ort auf. Zum genauen Verlauf äußerten die Ermittler sich zunächst nicht. Bei der Auseinandersetzung sei ein Messer eingesetzt worden. Eine Obduktion werde die genaue Todesursache ans Licht bringen. Wohl am Sonntag oder Montag werde sich die Staatsanwaltschaft zu dem Fall äußern.

wal/dpa

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