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Panorama

Medienbericht

Wurden Opfer in Lügde zu Übergriffen auf andere Kinder gezwungen?

Die Opfer im Missbrauchsfall von Lügde wurden einem Zeitungsbericht zufolge gezwungen, sexuelle Handlungen an anderen Kindern vorzunehmen. Einer der mutmaßlichen Täter habe sie angeleitet und dabei gefilmt.

Guido Kirchner/DPA

Eine zum Teil bereits abgerissenen Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald

Montag, 13.05.2019   07:08 Uhr

Nach der Missbrauchsserie auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Ort Lügde haben die Ermittler ihren Abschlussbericht offenbar an die Staatsanwaltschaft übergeben. Das berichtet das "Westfalen-Blatt".

Zudem schreibt die Zeitung, dass mehrere Opfer gezwungen worden sein sollen, ihrerseits sexuelle Handlungen an anderen Kindern vorzunehmen. Ein Kind habe bei der Kriminalpolizei in Bielefeld eine Aussage dazu gemacht. Diese wird dem Blatt zufolge als glaubwürdig beurteilt.

Der Hauptbeschuldigte soll dem Bericht der Ermittler zufolge 28 Kinder missbraucht haben, sein Komplize 18. Wie die Zeitung weiter berichtet, waren einige Vergewaltigungsopfer noch kleine Kinder.

Einer der beiden Männer soll zudem einige seiner Opfer auf dem Campingplatz gezwungen haben, ihrerseits andere Kinder zu missbrauchen. Dabei soll er sie angeleitet und gefilmt haben.

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Zu den frühesten Missbrauchsfällen des Hauptbeschuldigten soll es bereits in den Neunzigerjahren gekommen sein. Sie sind inzwischen verjährt. (Lesen Sie hier mehr zu dem Fall.)

Wie das "Westfalen-Blatt" weiter berichtet, wird die Staatsanwaltschaft Detmold aufgrund der jetzt vorgelegten Unterlagen voraussichtlich in dieser Woche erste Anklagen erheben.

sen/AFP

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