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Panorama

Missbrauch in Lügde

Verfahren gegen 68-Jährigen eingestellt

Im Fall des vielfachen Kindesmissbrauchs in Lügde haben die Ermittler das Verfahren gegen einen 68-Jährigen eingestellt. Es liege kein hinreichender Tatverdacht vor.

DPA

Campingplatz Eichwald in Lügde im Kreis Lippe

Mittwoch, 24.04.2019   13:54 Uhr

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung darlegten, sind die Ermittlungen gegen einen 68-Jährigen im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde im Kreis Lippe eingestellt worden.

Es liege kein hinreichender Tatverdacht gegen den Mann aus Steinheim im Kreis Höxter (Nordrhein-Westfalen) vor, so die Begründung.

Die Tochter des Mannes hatte der Polizei mitgeteilt, dass ihr Vater sie dem Hauptbeschuldigten auf dem Campingplatz in Lügde anvertraut habe, obwohl sie zuvor von sexuellen Übergriffen Anfang der Neunzigerjahre berichtet hatte. Damit bestand gegen den Mann der Verdacht der Beihilfe.

Der Pressemitteilung zufolge ergaben die Ermittlungen aber keine Anhaltspunkte für die von der heute 39-jährigen Zeugin geschilderten sexuellen Handlungen, Gewalt oder Drohungen durch den Hauptbeschuldigten.

Auf dem Campingplatz in Lügde soll der Hauptbeschuldigte - ein 56-jähriger Dauercamper - mit einem 33-jährigen Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein 48-Jähriger aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft.

Ermittelt wurden bislang 40 Opfer. Neben den drei Hauptverdächtigen wird jetzt noch gegen vier Beschuldigte wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material von dem Campingplatz oder wegen Strafvereitelung ermittelt.

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ala/dpa

insgesamt 2 Beiträge
Spiegelleserin57 24.04.2019
1. Fairerweise sollte man diesen Artikel...
genau groß veröffentlichen wie damals die Tat. Wer verdächtigt wird und es stellt sich heraus dass er unschuldig ist sollte eine Rehabilitation durch die gleiche Artikelgröße erfahren. Jeder weiß doch was solche Artikel [...]
genau groß veröffentlichen wie damals die Tat. Wer verdächtigt wird und es stellt sich heraus dass er unschuldig ist sollte eine Rehabilitation durch die gleiche Artikelgröße erfahren. Jeder weiß doch was solche Artikel auslösen und gerechterweise will auch keiner dass Unschuldige verfolgt und an den Pranger gestellt werden.
ambulans 25.04.2019
2. nun,
wenn über 150(!) mit großer wahrscheinlichkeit relevante datenträger a la dvd, usw. kurz vor weihnachten "verschwinden" konnten - wohl ein vorgezogenes geschenk zum feste - nun, dann braucht man sich ja gar keine [...]
wenn über 150(!) mit großer wahrscheinlichkeit relevante datenträger a la dvd, usw. kurz vor weihnachten "verschwinden" konnten - wohl ein vorgezogenes geschenk zum feste - nun, dann braucht man sich ja gar keine allzu großen sorgen machen, dass auch nur irgendwas "belastendes" gefunden werden könnte. allerdings: jemand, der bis jetzt "relevante vorwürfe" glaubhaft machen konnte, solcherart abzubürsten, spricht bände. wer, wtf, ist denn auf diesen dvd's - im bild und so - zu finden; und, wer waren die kunden/täter/beteiligten/interessierten, usw.?

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