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Panorama

Hausexplosion in Münster

Staatsanwalt beantragt Haftbefehl wegen versuchten Mordes

In Münster hat eine Frau gestanden, gemeinsam mit ihrer Tochter ein Haus gesprengt zu haben. Bei dem Vorfall wurden mehrere Menschen verletzt. Die 67-Jährige soll nun in U-Haft.

DPA/Bernd Thissen

Ein Bagger reißt nach einem Brand in Münster ein Fachwerkhaus ab

Donnerstag, 19.09.2019   11:23 Uhr

Nach der Explosion in einem Haus in Münster will die Staatsanwaltschaft gegen die 67 Jahre alte Bewohnerin Haftbefehl beantragen - unter anderem wegen versuchten Mordes. Die Frau habe bei ihrer Vernehmung im Krankenhaus gestanden, die Explosion geplant und herbeigeführt zu haben, teilten die Ermittler mit. Sie gab an, die Tat gemeinsam mit ihrer 38 Jahre alten Tochter verübt zu haben. Diese sei so schwer verletzt, dass sie noch nicht vernommen werden konnte.

Die beiden Frauen hatten laut Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen die Explosion ausgelöst, als eine Gerichtsvollzieherin mit drei Polizeibeamten eine Zwangsräumung vornehmen wollten. Mutter und Tochter sowie die drei Beamten wurden verletzt. Zwei Pferde, die die Frauen offenbar kurz zuvor in das Haus geholt hatten, mussten schwer verletzt eingeschläfert werden. Das Haus wurde durch die Explosion und ein anschließendes Feuer weitgehend zerstört.

"Die Staatsanwaltschaft Münster wird heute beim Amtsgericht den Erlass eines Haftbefehls wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion mit versuchter Todesfolge beantragen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit Bezug auf die 67-Jährige. Ihre Tochter werde derzeit in einer Spezialklinik behandelt.

bam/dpa

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