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Panorama

Informant des Verfassungsschutzes

Tod von V-Mann "Corelli" wird neu untersucht

Vor gut zwei Jahren verstarb der V-Mann "Corelli". Mehreren Gutachten zufolge erlag er einem diabetischen Schock. Trotzdem nimmt die zuständige Staatsanwaltschaft die Ermittlungen neu auf.

V-Mann "Corelli" (2012)

Dienstag, 21.06.2016   13:57 Uhr

Der rechtsextreme V-Mann "Corelli" beschäftigt erneut die Justiz. Nach neuen Analyseergebnissen zur Todesursache nimmt die Staatsanwaltschaft Paderborn die Ermittlungen wieder auf.

Der langjährige Informant des Bundesverfassungsschutzes war im April 2014 tot aufgefunden worden. Mehreren Gutachten zufolge erlag er einem diabetischen Schock.

Der Mediziner Werner Scherbaum hatte allerdings kürzlich im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags - abweichend von seinem vorausgegangenen Gutachten - erklärt, es gebe drei Wirkstoffe, die "theoretisch" den "festgestellten Insulinmangeldiabetes" hervorrufen könnten.

Laut Staatsanwaltschaft geht Scherbaum dennoch weiter davon aus, "dass es keine Anhaltspunkte für eine Fremdbeibringung von Stoffen gibt". Das entspreche dem übrigen Ergebnis der Ermittlungen. Allerdings, so Oberstaatsanwalt Ralf Meyer, soll die theoretische Möglichkeit eines Fremdverschuldens nun noch mal untersucht werden.

Geprüft werden soll nun, durch welche Institute und in welcher Weise der Nachweis der Wirkstoffe möglich ist. Dazu hatte Experte Jerzy Montag - vom Bundestagskontrollgremium als "Corelli"-Sonderermittler eingesetzt - schon vor Tagen im Ausschuss gesagt, zwei der Wirkstoffe müsse man spritzen. Bei Corelli seien aber keine Einstiche gefunden worden. Die dritte Substanz sei seit 1979 vom Markt genommen.


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msc/dpa

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