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Panorama

Paz de la Huerta

Schauspielerin reicht Vergewaltigungsklage gegen Weinstein ein

Paz de la Huerta wirft Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vor. Der Anwalt des Ex-Filmmoguls weist das zurück - und nennt die Schauspielerin eine "wankelmütige Persönlichkeit mit einer lebhaften Fantasie".

AP

Harvey Weinstein (Oktober 2018)

Mittwoch, 14.11.2018   08:55 Uhr

Schauspielerin Paz de la Huerta hat Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe verklagt. Die 34-Jährige wirft dem Ex-Hollywood-Mogul vor, sie 2010 zweimal in ihrer New Yorker Wohnung vergewaltigt zu haben, wie US-Medien berichteten. Demnach ging die Klage bereits am Montag bei einem Gericht in Los Angeles ein. Erste Vorwürfe gegen Weinstein hatte die Schauspielerin bereits vor einem Jahr erhoben.

In der Klage berichtet de la Huerta den Berichten zufolge noch von einem weiteren Vorfall in einem Hotel nahe dem kalifornischen Beverly Hills im Januar 2011. Damals habe Weinstein sie gebeten, in sein Zimmer zu kommen. Dort habe er ihr mit offenem Bademantel die Tür geöffnet und sie zu Sex mit ihm und einer weiteren Frau aufgefordert. De la Huerta habe Weinstein gebeten, sie nicht weiter zu belästigen und sei gegangen. Aus Rache habe er sie aus der Serie "Boardwalk Empire" gestrichen.

Weinsteins Anwalt wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück. Seines Wissens nach habe die Bezirksstaatsanwaltschaft in Manhattan eine Klage der Schauspielerin gegen Weinstein bereits vor Monaten abgelehnt, sagte Benjamin Brafman. "Wir glauben zudem, dass ihre neu gefasste Version der Ereignisse mit den neuen Vorwürfen zu Kalifornien gleichermaßen absurd ist", sagte der Anwalt. Es handele sich um die Aussage einer "wankelmütigen Persönlichkeit mit einer lebhaften Fantasie".

Dutzende Frauen werfen Weinstein sexuelle Vergehen vor, darunter auch zahlreiche namhafte Schauspielerinnen. In New York muss sich der gestürzte Mogul bereits in einem Strafprozess wegen Vergewaltigung verantworten. Der 66-Jährige hat in der Vergangenheit Fehlverhalten eingeräumt, aber Vergewaltigungsvorwürfe wiederholt zurückgewiesen.

wit/dpa

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