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Panorama

Kirche in Niederbayern

Anonymer Spender legt 161.000 Euro auf Altar

Ein Unbekannter deponiert eine großzügige Spende in bar in einer niederbayerischen Kirche. Er hinterlässt lediglich eine Notiz, wofür das Geld genutzt werden soll.

Montag, 21.01.2019   13:08 Uhr

Eine Kirchendienerin fand in der Christkönigskirche in Saal an der Donau 161.000 Euro in 500-Euro-Scheinen. Der Umschlag mit dem Bargeld lag bereits am Pfingstsonntag im Mai 2018 unter dem Altarkreuz. Doch erst jetzt wurde der Fall öffentlich.

Nun hat das Bistum Regensburg bestätigt, dass die Bischöfliche Finanzkammer und die Rechtsstelle des Bistums Regensburg die Summe geprüft hätten. Unter anderem wurde demnach das Nachlassgericht mit einbezogen, da auf dem Kuvert, in dem das Geld zurückgelassen wurde, der Name eines bereits verstorbenen Ehepaares zu lesen war.

"Ich hab' das viele Geld gesehen und bin erschrocken", sagte die Kirchendienerin der "Mittelbayerischen Zeitung" , die über den Fall berichtete. Sie sei dann mit dem Bargeld in die Sakristei gegangen, wo sich Pfarrer Norbert Große auf den Gottesdienst vorbereitete. Auch er sei erst einmal sprachlos gewesen.

"So was kommt nicht oft vor", sagte Bistumssprecher Clemens Neck über die Höhe des Bargelds. Der Spender hat außerdem notiert, wem die Spende zugutekommen soll: "Für Afrika" stand auf dem Umschlag.

Jakob Schoetz, Pressesprecher des Bistums Regensburg, teilte nun mit, ein Teil des Geldes werde an eine Niederlassung der "Mallersdorfer Schwestern" in Nkandla gespendet, die sich dort um die Bevölkerung kümmere. Weitere Teile gingen an die "Mariannhiller Mission", an den Pfarrer Thomas Matthaei, der in der Diözese Mpika Hilfsprojekte initiiere, und an das Katholische Hilfswerk "Missio".

cto/dpa

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