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Panorama

Tödlicher SEK-Einsatz in Salzgitter

Mann bedrohte Beamte mit Spielzeugwaffe

Ein 28-Jähriger starb in Salzgitter durch den Schuss eines SEK-Beamten. Zuvor soll er mit einer Spielzeugwaffe gedroht haben, wie die Staatsanwaltschaft nun mitgeteilt hat.

Julian Stratenschulte/ DPA

Polizeieinsatz in Salzgitter (Archiv)

Mittwoch, 17.04.2019   11:51 Uhr

Ein bei einem SEK-Einsatz in Salzgitter getöteter Mann hat die Beamten nach Darstellung der Staatsanwaltschaft mit einer Spielzeugwaffe bedroht. In dem abgedunkelten Raum habe diese allerdings wie eine echte Pistole für die Polizisten ausgesehen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Der 28-Jährige hatte demnach auch nach Warnschüssen der Spezialkräfte nicht aufgegeben und war daraufhin erschossen worden. Bei der Obduktion sei im Körper des Toten das Projektil einer Neun-Millimeter-Kurzwaffe gefunden worden. Die Kugel habe das Rückenmark durchtrennt.

Nach dem tödlichen SEK-Einsatz am vergangenen Donnerstag hatten Beamte in der Wohnung des Getöteten zudem die Leiche eines 22-Jährigen gefunden. Laut Staatsanwaltschaft kannten sich die beiden.

Ob und von wem der Jüngere getötet wurde oder ob er sich selbst das Leben nahm, werde noch ermittelt. Es besteht laut Staatsanwaltschaft der Verdacht, dass der 28-Jährige den anderen Mann umgebracht hat.

wit/dpa

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