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Panorama

Todesfall Walter Lübcke

Kassels Regierungspräsident wurde aus kurzer Distanz erschossen

Angehörige fanden ihn kurz nach Mitternacht auf der Terrasse seines Hauses: Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke starb durch eine Schussverletzung am Kopf. Eine Sonderkommission übernimmt die Ermittlungen.

Swen Pförtner/ DPA

Absperrband vor dem Haus von Walter Lübcke: Mysteriöses Verbrechen

Montag, 03.06.2019   17:53 Uhr

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) ist offenbar Opfer eines Verbrechens geworden. Laut Staatsanwaltschaft starb er durch eine Schussverletzung, er wurde demnach aus nächster Nähe am Kopf getroffen. Zu möglichen Tätern oder einem Motiv machten die Ermittler auf einer Pressekonferenz am Montagnachmittag keine Angaben. Man ermittele in alle Richtungen.

Lübcke war in der Nacht zum Sonntag auf der Terrasse seines Hauses in Wolfhagen von einem Angehörigen aufgefunden worden. Reanimationsversuche blieben erfolglos, gegen 2.30 Uhr wurde laut Staatsanwaltschaft in einer Klinik der Tod des 65-Jährigen festgestellt.

Eine Sonderkommission des hessischen Landeskriminalamts mit 20 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen übernimmt die Ermittlungen in dem Fall. Das tödliche Projektil stammte ersten Erkenntnissen zufolge aus einer Kurzwaffe.

Lübcke hatte zehn Jahre lang das Regierungspräsidium Kassel geleitet, das eine Verwaltungsbehörde auf mittlerer Ebene zwischen dem Land Hessen und seinen Gemeinden ist. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) reagierte bestürzt auf den Todesfall und würdigte Lübcke als "langjährigen Weggefährten", der sich mit Weitblick und ganzer Kraft für die Menschen in Nordhessen eingesetzt habe.

hut/dpa/AFP

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