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Panorama

Brandstiftung, Diebstahl, Überschwemmung

Kinder richten Verwüstung in bayerischem Ort an

Sie zündeten einen Carport an, fluteten einen Keller, besprühten eine Garage mit gestohlenem Lack: In Franken haben zwei Brüder immensen Schaden angerichtet. Das Alter der Tatverdächtigen: vier und sechs.

Dirk Sattler/ imago images

Kulmbach in Oberfranken: Im Ortsteil Ziegelhütten entstand ein Schaden von 15.000 Euro

Dienstag, 13.08.2019   09:43 Uhr

Eine regelrechte Schneise der Verwüstung haben zwei kleine Brüder im oberfränkischen Kulmbach hinterlassen. Die beiden Jungen, vier und sechs Jahre alt, hätten zunächst ihre Mutter ausgetrickst, seien von zu Hause ausgebüxt und hätten Dinge von Grundstücken gestohlen, sagte ein Polizeisprecher.

Mit einem Gasbrenner und leicht entflammbaren Flüssigkeiten zündeten die Jungen laut Polizei zunächst einen Carport an. Um die brennenden Flüssigkeiten zu löschen, die sich auf dem Boden des Carports verteilt hatten, machten sie sich auf die Suche nach Wasser. In einem Keller in der Nachbarschaft fanden sie einen Gartenschlauch. Anstatt den Brand jedoch zu löschen, fluteten sie aus Versehen den Keller. Dann nahmen die Brüder diverse Werkzeuge an sich, die sie in der Nachbarschaft fanden, wie die Polizei mitteilte.

Mit einer gestohlenen Spraydose voll weißem Lack besprühten sie ein Garagentor, eine Haustür und zwei Autos. Anwohner des Ortsteils Ziegelhütten alarmierten am Montagnachmittag schließlich die Polizei, die die Kinder mithilfe des Jugendamtes "an ihre hellauf begeisterte Mutter" übergab, wie es hieß.

Die Kinder hätten eine "Spur der Verwüstung" hinter sich zurückgelassen, so die Polizei Kulmbach. Den Sachschaden schätzen die Ermittler auf 15.000 Euro. Oberbürgermeister Henry Schramm sprach von einem "überschaubaren Einsatz" der Feuerwehr. "Das waren nur Kinder, die Dummheiten gemacht haben", so Schramm.

mxw/dpa

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