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Panorama

Mike Tyson über Cannabis

"Für wie viel Geld rauchen wir monatlich? 40.000 Dollar?"

Seit über einem Jahr baut der ehemalige Boxer Mike Tyson in Kalifornien Cannabis auf einer Ranch an. Er und seine Kollegen scheinen so auch ihren eigenen Drogenkonsum zu sichern.

Joe Scarnici/Getty Images/AFP

Der Boxweltmeister Mike Tyson hat in Kalifornien eine Cannabis-Plantage - und scheint selbst sein bester Kunde zu sein

Mittwoch, 14.08.2019   17:50 Uhr

Der Verkauf von Marihuana ist in Kalifornien seit Januar 2018 auch ohne medizinisch begründeten Bedarf legal. Für den ehemaligen Boxweltmeister Mike Tyson ergab sich damit ein neues Geschäftsfeld: Er baute sich eine Plantage. Nun hat er sich zum Umfang seines eigenen Cannabis-Konsums geäußert - und scheint demzufolge selbst sein bester Kunde zu sein.

Der 53-Jährige sagte in seinem Podcast "Hotboxin' with Mike Tyson", auf seiner Ranch werde im Monat Cannabis im Wert von mehreren Tausend Dollar geraucht.

"Für wie viel Geld rauchen wir monatlich? 40.000 Dollar?", fragt Tyson seinen Geschäftspartner und Co-Moderator des Podcasts, den ehemaligen Footballspieler Eben Britton. Dieser antwortet darauf: "Wir rauchen zehn Tonnen Gras monatlich."

Tysons Reaktion: "Ist das verrückt?" Für ihn sei es mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

Mike Tyson hatte Anfang 2018 den Grundstein für den Bau seiner eigenen Marihuana-Plantage gelegt. Der bislang jüngste Champion in der Geschichte des Schwergewichtsboxen kaufte dafür ein gut 16 Hektar großes Grundstück in der Wüste von Kalifornien.

Tysons Ranch liegt knapp 180 Kilometer nördlich von Los Angeles in der Nähe des Death Valley Nationalparks.

In seiner Karriere fiel Tyson mit zahlreichen Skandalen auf. 1992 wurde er wegen Vergewaltigung und 1999 wegen eines tätlichen Angriffs auf Beteiligte an einem Verkehrsunfall verurteilt, zudem gab er Drogenkonsum mit Kokain, Marihuana und Antidepressiva zu.

Neben Kalifornien ist Marihuana auch in einigen anderen Bundesstaaten der USA nicht nur für den medizinischen Zweck erlaubt. Experten gehen davon aus, dass in Kalifornien bis 2020 jährlich bis zu sieben Milliarden Dollar (6,25 Milliarden Euro) umgesetzt werden.

In Deutschland ist Cannabis als Genussmittel verboten. Ärzte dürfen es aber seit Anfang 2017 als Schmerzmedikament verordnen.

cop/sid

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