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Panorama

Nostalgie

Ex-Abba-Sänger schürt Hoffnung auf Comeback

Es wäre ein Comeback, auf das niemand mehr zu hoffen wagte: Eine Wiedervereinigung von Abba scheint möglich - zumindest für einen Auftritt. Benny Andersson könnte sich ein Konzert im kleinen Kreis vorstellen, falls "die Mädels" noch singen.

Freitag, 26.03.2010   16:05 Uhr

Hamburg - 1983 haben sich getrennt. Ein ziemlich deutliches "Nein" war bisher stets die Antwort auf Fragen nach einer Wiedervereinigung des legendären schwedischen Pop-Quartetts.

Als im Zusammenhang mit dem Erfolg des Musicals "Mamma Mia!" in den vergangenen Jahren die Rufe nach einem Comeback immer lauter wurden, sagte Bandmitglied Björn Ulvaeus etwa dem britischen "Sunday Telegraph", die Band werde nie wieder auf der Bühne stehen. "Kein Geld der Welt könnte mich dazu bringen, das zu tun", sagte er einst der britischen "Times". Die Fans sollten die Gruppe so in Erinnerung behalten, wie sie in jungen Jahren gewesen sei.

Doch nun weckte Benny Andersson, 63, in einem gemeinsamen Interview mit Ulvaeus, 64, neue Hoffnungen auf Auftritte mit seinen Ex-Bandkollegen.

Von der "Times" danach befragt, ob er und die anderen sich vorstellen könnten, vor einem ausgewählten Publikum zu spielen - für geladene Gäste und Freunde, vielleicht mit einem kleinen Orchester, einem Fokus auf die reiferen Lieder und einem Konzertmitschnitt, der in der ganzen Welt übertragen werden könnte - antwortete Andersson: "Klar, warum eigentlich nicht?"

Er wisse zwar nicht, ob die beiden "Mädels", Agnetha Fältskog, 59, und Anni-Frid Lyngstad, 64, noch sängen. Er wisse, "Frida" Lyngstad sei kürzlich noch im Studio gewesen. Und auf ihrem vor fünf Jahren erschienenen Album sei auch Agnetha Fältskog noch bei guter Stimme gewesen. "Wenn du singen kannst, kannst du singen", so Andersson. Kurz darauf fügte er hinzu: "Das ist eigentlich keine schlechte Idee."

Ulvaeus nahm das Ganze eher humorvoll und schlug vor, man könne in Anlehnung an den Song "The Way Old Friends Do" doch besser "The Way Old Folks Do" singen.

Das am Freitag veröffentlichte Interview gaben die beiden Ex-Bandkollegen zusammen in London, wo sie derzeit an einer Theaterproduktion arbeiten.

siu/dpa

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