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Panorama

Stephen Hawking

"Frauen sind ein komplettes Rätsel"

Mal eben das Universum erklären - damit fühlt sich Stephen Hawking nicht überfordert. Aber bei einem Thema stößt selbst der Intellekt des genialen Forschers an seine Grenzen: Frauen.

dapd
Donnerstag, 05.01.2012   10:57 Uhr

London - Man sollte meinen, dass Stephen Hawking sich jeder geistigen Herausforderung gewachsen fühlt. Der weltberühmte Physiker hat für seine Arbeit zahlreiche Preise gewonnen und viele Geheimnisse des Universums entschlüsselt.

Bei einem ganz irdischen Thema gerät der Physiker aber nach eigener Auskunft an seine Grenzen. In einem Interview sagte Hawking dem "New Scientist", er verbringe die meiste Zeit damit, über Frauen nachzudenken. Anders als in der Physik scheint die intensive Beschäftigung mit der Materie bisher keine bahnbrechenden Erkenntnisse gebracht zu haben. "Sie sind ein komplettes Rätsel."

In dem Interview sprach Hawking auch über seine Irrtümer. Den größten Patzer habe er sich in Bezug auf schwarze Löcher geleistet. Früher sei er davon ausgegangen, dass sie Informationen zerstörten. "Das war mein größter Schnitzer, oder wenigstens mein größter Schnitzer in der Wissenschaft."

Wegen unterschiedlicher Ansichten in dieser Frage hatte Hawking mit einem Kollegen aus den USA gewettet. Als er 2004 eingestehen musste, dass sein Kontrahent recht hatte, bewies Hawking Humor. Sein Partner habe für die gewonnene Wette eine Baseball-Enzyklopädie gewollt, sagte Hawking damals. Es sei schwierig gewesen, an eine heranzukommen. Deshalb habe er - ganz der Brite - ein Kricket-Nachschlagewerk angeboten - erfolglos. "Er ließ sich von der Überlegenheit von Kricket nicht überzeugen."

Hawking hat viele populärwissenschaftliche Bücher geschrieben, etwa "Eine kurze Geschichte der Zeit" und "Das Universum in der Nussschale". Am kommenden Sonntag wird der Forscher 70. Er leidet unter einer schweren Muskelschwäche. Mitte der achtziger Jahre verlor er seine Stimme. Eine Maschine, die an seinem Rollstuhl angebracht ist, liest Bewegungen in seinem Gesicht ab und hilft ihm dabei, Worte zu übermitteln, Türen zu öffnen und andere Alltagsdinge zu bewältigen.

Dank seines genialen Geistes hat es der Forscher zu popkulturellem Ruhm auch jenseits der akademischen Welt gebracht. Unter anderem tauchte er bei den "Simpsons", "Family Guy" und "Star Trek" auf.

ulz

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