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Panorama

Bestbezahlte Prominente

Die Ausnahmefrauen

Berühmte Sportlerinnen haben es schwer, ihre Erfolge zu Geld zu machen - und auch ansonsten sind Frauen in der "Forbes"-Liste der bestbezahlten Stars auffällig unterrepräsentiert. Es gibt aber zwei Ausnahmen.

Mario Anzuoni/REUTERS
Mittwoch, 10.07.2019   16:25 Uhr

Großer Ruhm führt oft zu großem Reichtum - und manchmal zu sehr, sehr großem Reichtum. Von dieser Regel profitieren in der Welt der Stars und Sternchen noch immer vor allem Männer, wie aus der jetzt veröffentlichten "Forbes"-Liste hervorgeht. Angeführt wird das Ranking jedoch von weiblichen Stars.

Spitzenreiterin ist Taylor Swift, dicht gefolgt von zwei Mitgliedern der Kardashian-Familie: Reality-Star und Kosmetik-Unternehmerin Kylie Jenner sowie Kanye West. Der Rapper, der mit Reality-Star Kim Kardashian (Platz 26 der Liste) verheiratet ist, zählt zu den großen Aufsteigern. Dass er binnen zwölf Monaten etwa 150 Millionen Dollar vor Steuern verdiente, liegt laut "Forbes" vor allem am Erfolg seiner Sneaker-Linie.

In der Liste, die insgesamt 100 Prominente umfasst, finden sich in der Top Ten etwa die Profifußballer Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Neymar sowie der britische Songwriter Ed Sheeran - aber keine weiteren Frauen.

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Bestbezahlte Stars: Viele Reiche, wenige Frauen

Die sind in dem Ranking insgesamt in der klaren Minderheit: Dort kommen etwa auf neun Musikerinnen 29 Musiker, und neun männlichen Schauspielern stehen lediglich zwei Kolleginnen gegenüber. Besonders einseitig sieht es in der Kategorie Sport aus: 34 Männer, null Frauen.

Die Spitze des Rankings ist dennoch weiblich dominiert: Taylor Swift soll in den vergangenen zwölf Monaten ganze 185 Millionen Dollar verdient haben, vor allem dank ihres "Reputation"-Albums und der dazugehörigen Tournee. Die 29-Jährige stand bereits 2016 auf Platz 1, nachdem sich ihr Album "1989" zum Bestseller entwickelt hatte.

Am wenigsten überraschen dürfte die hohe Platzierung von Kylie Jenner, der Halbschwester von Kim, Khloe und Kourtney Kardashian. Die von "Forbes" berechneten 170 Millionen Dollar Jahresverdienst sind vor allem ihrer Kosmetiklinie zuzuschreiben, erst im März war sie zur jüngsten Milliardärin der Welt gekürt worden. (Mehr über Jenners Geschäftsmodell erfahren sie hier.)

Das Milliardärs-Ranking von "Forbes" liefert keine exakten Angaben über das vor Steuern erzielte Einkommen von Stars. Es basiert auf Schätzungen für den Zeitraum von Juni 2018 bis Juni 2019, für die das Blatt Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten oder Luxusgütern aus öffentlichen Quellen zusammengetragen hat.

Die Liste gibt es in verschiedenen Versionen auch gesondert nur für Sportler, TV-Stars und Models. Im Ranking der bestverdienenden Musikerinnen gab es zuletzt eine Überraschung: Dort tauchte die international bislang vergleichsweise unbekannte Helene Fischer erstmals in der Top Ten auf - im Gesamtranking aller Prominenten schaffte sie es nun allerdings nicht unter die ersten 100.

mxw/Reuters

insgesamt 15 Beiträge
Grrinch 10.07.2019
1. So what?
Was soll m it dem Bericht bezweckt werden? Sollte er keinen unterschwelligen Vorwurf der Diskriminierung von Frauen enthalten ist ja alles gut. Wenn Frauen so viel verdienen wollen wie Messi, Ronaldo und Co. dann müssen sie auch [...]
Was soll m it dem Bericht bezweckt werden? Sollte er keinen unterschwelligen Vorwurf der Diskriminierung von Frauen enthalten ist ja alles gut. Wenn Frauen so viel verdienen wollen wie Messi, Ronaldo und Co. dann müssen sie auch so gut spielen und sich so gut vermarkten. Wenn der Frauenfußball so attraktiv oder attraktiver wäre als der der Männerwürden ihn auch mehr Menschen anschauen und somit würden auch mehr Werbeeinnahmen fließen. Gerade bei Stars macht es in so einem Ranking keinen Sinn nach Männern und Frauen zu unterscheiden. da es dort hauptsächlich auf die Selbstvermarktung ankommt und wer das nicht geschickt oder intelligent genug macht, egal ob Mann oder Frau, der verdient auch nicht so viel Geld wie manch anderer Star. Anders sieht es in Jobs aus in denen die Leistung der Arbeit direkt verglichen werden kann und dort sollte es natürlich gerecht zugehen und auch gerecht entlohnt werden. Allerdings sind Quoten alles andere als gerecht. Was bringt es denn im Baugewerbe oder im Hebammen-Beruf Quoten einzuführen weil dort das eine bzw. andere Geschlecht unterrepräsentiert ist? Aber in Spitzenpositionen im Management da brauchen wir dringend Quoten oder wie? Also bestbezahlt dank einer Quote und nicht dank Leistung. Wenn dann Quoten überall und nicht nur in Spitzenpositionen. Mal sehen wie sich das Bild auf dem Bau dann ändern würde oder im Kosmetikstudio. Ach nee da vergessen wir die Quote dann lieber ganz schnell, weil Straßen teeren ist nicht so toll für die Nägel.
eichenbrett 11.07.2019
2. @Grrinch
Dieser Kommentar strotzt ja geradezu von Klischees und Frauenverachtung. Das wird selbst in diesem Forum schwer zu toppen sein. Als ob Männer sich prinzipiell gerne die Finger schmutzig machen und prinzipiell die bessere Leistung [...]
Dieser Kommentar strotzt ja geradezu von Klischees und Frauenverachtung. Das wird selbst in diesem Forum schwer zu toppen sein. Als ob Männer sich prinzipiell gerne die Finger schmutzig machen und prinzipiell die bessere Leistung bringen würden! So ein Käse. Diese skandalöse Liste ist wichtig, zeigt sie euren Töchtern! Und sagt ihnen, dass es keinen Grund gibt, dass sie sich damit abfinden müssen.
coyote38 11.07.2019
3. Ich werde es wohl nie verstehen ...
Warum muss man als Gruppe "repräsentiert" sein ...? Repräsentation ist die Darstellung von etwas um seiner selbst willen. Wenn "Frauen" in einer Liste der bestverdienenden Menschen einen größeren Anteil [...]
Warum muss man als Gruppe "repräsentiert" sein ...? Repräsentation ist die Darstellung von etwas um seiner selbst willen. Wenn "Frauen" in einer Liste der bestverdienenden Menschen einen größeren Anteil einnehmen wollen, dann werden sie sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, mehr substanziell Wertschaffendes zu leisten. Nur "Frau sein" und dieses "darzustellen" reicht dafür nicht.
K. Larname 11.07.2019
4.
Auch in Forbes-Liste-Kreisen gibt es Ungleichheit. Keine superreiche Sportlerin. Allerdings rangiert das auf meiner Liste der Ungleichheit-Prioritäten an letzter Stelle und ist nur wegen dieses Artikels überhaupt auf der Liste. [...]
Auch in Forbes-Liste-Kreisen gibt es Ungleichheit. Keine superreiche Sportlerin. Allerdings rangiert das auf meiner Liste der Ungleichheit-Prioritäten an letzter Stelle und ist nur wegen dieses Artikels überhaupt auf der Liste. Um das Thema etwas ernster zu nehmen: Woher genau stammt der Reichtum von 34 Sportlern? Falls er überwiegend aus Werbung stammt: Sobald Frauensport in der BEVÖLKERUNG mehr Akzeptanz und Begeisterung erfährt, gehen automatisch auch die EINNAHMEN von Sportlerinnen hoch.
vitalik 11.07.2019
5.
Was genau wollen Sie aus einer Liste der Superreichen für sich persönlich ableiten wollen? Die Tatsache, dass Sie niemals auf dieser Liste stehen werden? Die Klischees kommen doch von Ihnen, denn Sie glauben, dass eine [...]
Zitat von eichenbrettDieser Kommentar strotzt ja geradezu von Klischees und Frauenverachtung. Das wird selbst in diesem Forum schwer zu toppen sein. Als ob Männer sich prinzipiell gerne die Finger schmutzig machen und prinzipiell die bessere Leistung bringen würden! So ein Käse. Diese skandalöse Liste ist wichtig, zeigt sie euren Töchtern! Und sagt ihnen, dass es keinen Grund gibt, dass sie sich damit abfinden müssen.
Was genau wollen Sie aus einer Liste der Superreichen für sich persönlich ableiten wollen? Die Tatsache, dass Sie niemals auf dieser Liste stehen werden? Die Klischees kommen doch von Ihnen, denn Sie glauben, dass eine Liste der Top 100 Reichsten Menschen etwas für 8 Milliarden Menschen zu bedeuten hat. Wenn man seinen Töchtern etwas zeigen möchte, dass die Tatsache, dass sie für sich selbst einstehen sollten und irgendwelche Liste von irgendwelchen fremden Menschen keinen Einfluss auf das persönliche Leben haben.

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