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Panorama

Blutüberströmtes Grizzly-Opfer

"Nicht mein bester Tag, aber ich bin am Leben"

Todd Orr wollte im US-Bundesstaat Montana Elche jagen, als er plötzlich von einem Grizzly attackiert wurde. Er kam mit dem Leben davon - und zückte rasch seine Kamera.

Dienstag, 04.10.2016   15:14 Uhr

Das Facebook-Video ist knapp eine Minute lang. Es zeigt einen blutüberströmten Mann mit Basecap, der Schreck steht ihm im Gesicht. Leer blicken seine Augen in die Kamera. Dann sagt er: "Das Leben ist hart im Bärenland."

Der Mann ist der 50-jährige Todd Orr. Er war, das erzählt er in dem Clip, im US-Bundesstaat Montana auf Hirsch-Jagd, als er von einem Grizzly-Weibchen überrascht wurde. Zwei Mal habe die Bärin ihn attackiert. Er wolle jetzt ins Krankenhaus, nachdem er knapp fünf Kilometer zu seinem Wagen gelaufen sei.

Orr zeigt sein Gesicht, in dem eine tiefe Wunde klafft. Dann schwenkt er mit seiner Kamera vom Gesicht auf seine Arme, an denen Hautfetzen herunterhängen. Mehr als 32 Millionen Nutzer klickten das Video bereits an - in etwas mehr als zwei Tagen.

In den entlegenen Regionen im Südwesten Montanas gibt es immer wieder Angriffe von Bären auf Menschen. "Es wird jedes Jahr mehr", sagte ein Sprecher der Naturschutzbehörde. In diesem Jahr habe es bereits fünf Fälle gegeben.

Der zuständige Sheriff bestätigte dem "Bozeman Daily Chronicle" den Vorfall. Der Polizist sagte, Orr habe sich tot gestellt, damit der Bär das Interesse verliere. Das rettete ihm möglicherweise das Leben.

Orr schrieb bei Facebook: "Nicht mein bester Tag, aber ich bin am Leben." Er brauche jetzt ein paar Wochen, um sich zu erholen.

sms/AP

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