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Führungslose Luxusjacht treibt in Bomben-Sperrgebiet

Hans Blossey/ imago images

Die Müritz von oben (Archivbild): Schiff gestohlen - oder nicht vertäut?

Montag, 21.10.2019   09:31 Uhr

Eine gestohlen gemeldete Luxusjacht beschäftigt die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern: Das Schiff trieb auf der Müritz durch ein Sperrgebiet voller Weltkriegsblindgänger - ohne Besatzung.

Wie ein Polizeisprecher in Waren erklärte, hatte der Eigentümer das Zwölf-Meter-Schiff mit sieben Tonnen Gewicht als gestohlen gemeldet. Demnach war es am Westufer der Müritz am Samstag aus einem Hafen verschwunden. Der 51-Jährige hatte es am Freitag eigenen Angaben zufolge fest am Ufer des Binnensees vertäut. Das Schiff soll etwa 120.000 Euro wert sein.

Nur Stunden nach der Anzeige meldete ein anderer Bootsbesitzer eine herrenlose Jacht, die etwa fünf Kilometer nordöstlich bei Boek am Müritz-Ostufer auf einer Sandbank steckte. Es war die gesuchte Jacht, wie die Polizei mitteilte.

Die Ermittler untersuchen nun, ob jemand die Leinen gelöst hat oder das Schiff nicht sicher festgemacht war. Dabei hatte der Eigner offenkundig großes Glück: Die Jacht war an einem Sperrgebiet vorbeigetrieben, in dem Blindgänger liegen. Dort hatten alliierte Flugzeuge am Ende des Zweiten Weltkriegs eine große Erprobungsstelle der Luftwaffe bombardiert.

mxw/dpa

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