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Orlando in Florida

Boeing 737 Max muss notlanden

Neue Technikprobleme bei Boeing: Wegen eines Triebwerkschadens musste eine Maschine vom Typ 737 Max ungeplant auf dem Flughafen von Orlando landen.

Kamil/REUTERS

Boeing 737 Max (Symbolfoto)

Mittwoch, 27.03.2019   10:25 Uhr

Eine Boeing 737 Max 8 der Airline Southwest musste in der US-Stadt Orlando notlanden. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hatte die Maschine Triebwerksprobleme. Das Flugzeug konnte sicher landen, Passagiere waren nicht an Bord.

Kurz nach dem Start vom Flughafen Orlando habe die Crew einen Notfall und Probleme mit einem der Triebwerke gemeldet, berichtet die Nachrichtenseite CNBC unter Berufung auf die US-Luftfahrtbehörde FAA. Die Maschine sei umgekehrt und am selben Flughafen wieder gelandet.

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Boeing steht zurzeit massiv unter Beobachtung. In den vergangenen Monaten waren zwei Boeing 737 Max aufgrund technischer Probleme abgestürzt, eine Maschine in Indonesien, eine in Äthiopien. Insgesamt 346 Menschen starben. Den aktuellen Ermittlungen zufolge war in beiden Fällen ein Defekt des Software-Systems MCAS die Ursache (lesen Sie hier mehr zum Technikversagen bei Boeing). Den Angaben der FAA zufolge hatte der aktuelle Vorfall jedoch nichts mit dem MCAS-System zu tun.

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Foto: DPA

Das Southwest-Flugzeug war nach Angaben der Airline auf dem Weg zu einem Lagergelände in Victorville im US-Bundesstaat Kalifornien gewesen, wo ausrangierte oder reparaturbedürftige Flugzeuge untergebracht werden. Die betroffene Maschine werde nun in den Wartungsbereich am Flughafen Orlando verlegt und dort untersucht, hieß es.

Zahlreiche Länder, darunter die USA, erließen zuletzt Flugverbote für das Modell 737 Max. Es sind aber Flüge ohne Passagiere erlaubt, um die Flugzeuge zum Beispiel zur temporären Lagerung an einen anderen Ort zu bringen - wie in dem Fall der Southwest-Maschine.

kry/Reuters/dpa

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Der Konzern
Boeing ist mit einem Umsatz von fast 70 Milliarden Dollar und rund 170.000 Mitarbeitern der größte Flugzeughersteller der Welt. Neben Passagierflugzeugen ist das Unternehmen auch im Verteidigungssektor und in der Raumfahrt aktiv.
Die Geschäftsfelder
Boeing erzielt jeweils rund die Hälfte seines Umsatzes mit den beiden Bereichen "Kommerzielle Flugzeuge" und "Verteidigung, Raumfahrt & Sicherheit". Zu den bekanntesten Produkten des Konzerns gehören der Jumbojet (B747) und die AWACS-Aufklärungsflugzeuge.
Der Chef
Jim McNerney ist seit 2005 Vorstandsvorsitzender von Boeing. Nach einem Studium in Yale und Harvard arbeitete er unter anderem beim Konsumgüterhersteller Procter & Gamble, der Unternehmensberatung McKinsey und dem Mischkonzern General Electric.

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