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Panorama

US-Bundesstaat Colorado

Mann erwürgt Puma nach Attacke mit bloßen Händen

Eigentlich versuchen Berglöwen, den Kontakt mit Menschen zu meiden. Doch in Colorado hat ein Puma nun einen Jogger angegriffen. Dieser wehrte sich und schnürte dem Tier die Luft ab.

REUTERS

Ein Berglöwe in Colorado (Archivbild)

Mittwoch, 06.02.2019   14:51 Uhr

Im US-Bundesstaat Colorado hat ein Jogger eine Attacke eines Berglöwen abgewehrt, indem er das Tier mit bloßen Händen erwürgte. Laut BBC habe sich der Mann umgedreht, nachdem er Geräusche hinter sich gehört hatte. Anschließend soll der Puma versucht haben, den Mann ins Gesicht zu beißen. Das teilte die Behörde für Naturparks und Wildtiere mit.

Angeblich sei bei dem Puma durch den rennenden Mann der Jagdinstinkt geweckt worden. Der Jogger teilte den Behörden mit, dass er dem aggressiven Tier die Luft abgeschnürt habe. Die namentlich nicht genannte Person war offenbar alleine unterwegs und wurde später mit Wunden an Beinen, Armen und Rücken in ein Krankenhaus gebracht. Der Berglöwe soll nicht mal ein Jahr alt gewesen sein.

Eine Sprecherin der Behörde teilte mit, dass der Mann genau das getan habe, was Experten in einem solchen Fall empfehlen. Man solle stets versuchen, schnell wieder aufzustehen, um so groß wie möglich auf das Tier zu wirken. "Man muss das Tier überzeugen, dass man keine Beute, sondern eine echte Gefahr darstellt", sagte die Sprecherin.

In Nordamerika kommt es selten zu vergleichbaren Zwischenfällen. Berglöwen tendieren eigentlich dazu, Menschenkontakt zu meiden. In den vergangenen 100 Jahren wurden weniger als 20 Personen von den Tieren getötet. In Colorado, wo die Berglöwen-Population besonders hoch ist, kamen seit 1990 drei Menschen bei Attacken ums Leben, 16 wurden verletzt.

bam

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