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Feuerkatastrophe in Kalifornien

Hier überall haben die Brände gewütet

"Es ist wie in einem Kriegsgebiet": In Kalifornien zerstörten Waldbrände in den vergangenen Jahren eine Fläche so groß wie Rheinland-Pfalz. Wo die Feuer wüten - und warum immer neue entstehen.

DPA
Mittwoch, 22.08.2018   16:19 Uhr

Hohe Temperaturen, Trockenheit und starke Winde: Kalifornien droht eine der bislang schlimmsten Waldbrandsaisons in der Geschichte des US-Bundestaats. Allein drei der heftigsten dort jemals erfassten Feuer wüteten in diesem Jahr. Laut "New York Times" verbrannte 2018 bislang mehr als doppelt so viel Fläche wie im vergangenen Jahr bis zu diesem Zeitpunkt.

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Waldbrände in Kalifornien: Kampf gegen die Flammen

Im Kampf gegen die Mega-Brände wurden neben Hubschraubern auch Flugzeuge für die Löscharbeiten eingesetzt, darunter Großmaschinen wie zwei Douglas DC-10 und eine Boeing 747. Zudem kamen sogenannte Smokejumper zum Einsatz - Elitefeuerwehrleute, die in abgelegenen Gebieten mit dem Fallschirm abspringen, um unter Lebensgefahr die ersten Löscharbeiten auszuführen. Insgesamt waren 14.000 Feuerwehrleute beteiligt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es in Kalifornien außergewöhnlich schwere Wald- und Buschbrände gegeben. Der vormals größte registrierte Brand dieser Art, das sogenannte Thomas-Feuer, hatte im Dezember 2017 rund 113.000 Hektar Land zerstört.

Er habe die Klimawandeldiskussion "rauf und runter gehört", sagte US-Innenminister Ryan Zinke. "Das hat nichts mit dem Klimawandel zu tun. Das hat mit aktiver Forstverwaltung zu tun." Mit diesen Äußerungen löste er bei einigen Umweltaktivisten Ärger aus. Zwar gibt es unter ihnen auch Zustimmung zu der Einschätzung, dass die kalifornischen Wälder zu dicht seien und ein besseres Forstmanagement nötig sei.

Im Video: Waldbrände in Kalifornien - "es ist wie in einem Kriegsgebiet"

Foto: AP

Doch die Statistik von CalFire zeigt auch: 14 der 20 schwersten Waldbrände in Kalifornien brachen seit 2003 aus; in diesem Zeitraum wurden gleich mehrere der heißesten und trockensten Jahren in den USA registriert.

Die zunehmende Intensität der Waldbrände sei das Ergebnis mehrerer sich überschneidender Trends, sagte Professor Stephen Pyne, der an der Arizona State University zur Geschichte des Waldbrandmanagements in den USA forscht, der "New York Times". Der Klimawandel habe die Waldbrandsaison verlängert, die Zersiedelung breite sich in feuergefährdete Waldgebiete aus und Feuerwehren kämpften damit, ein ganzheitliches Feuer- und Landbewirtschaftungsmanagement aufeinander abzustimmen.

All das kommt demnach in Kalifornien zusammen. Der Bundesstaat sei besonders gefährdet - mit seiner hohen Bevölkerungsdichte, anhaltender Dürre und feuergefährdeten Wäldern. So zerstörten die 30 größten Waldbrände seit dem Jahr 2000 in Kalifornien etwa 1,95 Millionen Hektar Land. Das entspricht fast der Fläche von Rheinland-Pfalz.

wit, Grafik: Marcel Pauly und Achim Tack

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