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Wetteraussichten

Es wird "ziemlich ungemütlich"

Warm und trocken: Der Oktober war bislang sehr sonnig. Damit ist nun erst einmal Schluss. Es wird ungemütlich - und kann sogar schneien.

DPA

Herrenhäuser Allee in Hannover

Freitag, 26.10.2018   15:41 Uhr

Wandern, Radfahren oder Joggen im Park: Wer das Wochenende im Freien verbringen will, sollte das vielleicht noch einmal überdenken - oder zumindest die Regenjacke aus dem Schrank holen. Denn es wird trüb, ungemütlich und kühl bis kalt. In den Hochlagen einiger Mittelgebirge könne sogar Schnee fallen, sagte Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Bisher war der Oktober außergewöhnlich sonnig und sehr trocken. Laut einer Vorab-Bilanz des DWD gab es deutschlandweit ein Drittel mehr Sonnenscheinstunden als in den sogenannten Referenzperioden.

Damit ist jetzt erstmal Schluss. Am Samstag beginnt es den Meteorologen zufolge südlich der Donau zu regnen, und Kaltluft lässt die Schneefallgrenze sinken. In der Nacht geht der Regen in Schnee über - zuerst im Schwarzwald und in der schwäbischen Alb über 800 Metern. "In den höchsten Lagen sind durchaus einige Zentimeter Neuschnee zu erwarten", sagte Übel. In der Nordhälfte Deutschlands bleibt es am Samstag noch meist trocken. Nur entlang der Küste sind Schauer möglich.

Über vier bis acht Grad kommen die Temperaturen am Sonntag kaum hinaus

Am Sonntag fällt vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge weiter Regen. In den Hochlagen des Thüringer Waldes, des Erzgebirges und der fränkischen Mittelgebirge kann der Regen auch mit Schnee vermischt sein. "Viel liegen bleiben wird dort jedoch nicht", sagte Übel. Im Tiefland werde es "ziemlich ungemütlich". Über vier bis acht Grad kommen die Temperaturen am Sonntag kaum hinaus.

Mit der neuen Woche geht es wieder aufwärts. Wegen des Föhns steigen die Temperaturen am Montag an den Alpen auf zehn bis 15 Grad. In den meisten Regionen bleibt es aber noch bei vielen Wolken, etwas Regen und sechs bis null Grad. Zur Wochenmitte sind laut DWD im Osten wieder 20 Grad drin.

Nach der vorläufigen Oktober-Bilanz gehörten zu den bundesweit sonnigsten Orten Mannheim (Baden-Württemberg), Darmstadt (Hessen) und Worms (Rheinland-Pfalz). Bis etwa vor wenigen Tagen sei es mit einer Durchschnittstemperatur von 11,8 Grad deutlich zu warm gewesen, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux. Die Werte hätten bis dahin um 2,5 Prozent über dem Oktober-Soll gelegen.

Da es nun kühler werde, sei bei den Temperaturen kein Monatsrekord mehr zu erwarten. Der wärmste Tag sei der 13. Oktober gewesen, an dem lokal mehrere Temperaturrekorde für den Monat gefallen seien, etwa im niedersächsischen Lüchow mit 28 Grad. Zuvor sei dort der 4. Oktober 1966 mit 26,5 Grad der wärmste gemessene Tag dieses Monats gewesen.

Auch in Sachen Trockenheit habe der Oktober vor allem in den ersten zwei Dritteln nahtlos an die Dürremonate unmittelbar davor angeschlossen. "Teilweise ist weniger als fünf Prozent des Solls beim Niederschlag gefallen", sagte Lux. Betroffen gewesen seien vor allem Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland. Sehen Sie hier, was die Trockenheit bei SPIEGEL-Lesern angerichtet hat.

bbr/dpa

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