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Panorama

Wetterchaos in Südeuropa

Wintereinbruch in Spanien - Schnee auf Mallorca

Stromausfälle in Frankreich, unbefahrbare Straßen in Spanien: Teile Südeuropas sind von einem heftigen Wintereinbruch überrascht worden. Auch auf Mallorca fiel Schnee.

Eliseo Trigo/EPA

Schwerer Wintereinbruch in Galicien, auch auf Mallorca fiel Schnee

Samstag, 16.11.2019   13:43 Uhr

Ein verfrühter Wintereinbruch hat Millionen von Spaniern zu schaffen gemacht. In der nördlichen Hälfte des Landes waren weite Teile am Freitag nach heftigen Schneefällen in der Nacht mit einer dicken und großflächigen weißen Decke überzogen. Die Schneefallgrenze fiel in einigen Regionen auf 700 Meter.

Mehr als 80 Straßen, darunter wichtige Landstraßen und Autobahnen, wurden gesperrt oder waren für normale Autos nahezu unbefahrbar, wie die Behörden mitteilten. Der Wetterdienst Aemet hatte zuvor am Freitag für 20 der insgesamt 50 Provinzen des Landes Alarmstufe Orange oder Gelb ausgegeben.

J L Cereijido/EPA

Viele Straßen waren für Autos unbefahrbar

Auch auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca kehrte der Winter ein: Am Freitag war es vorwiegend kalt, windig und regnerisch; in den Bergen fiel der Niederschlag sogar auch in Form von Schnee.

Mann in Frankreich vom Baum erschlagen

Nicht nur in Spanien, auch in Frankreich schneite es teils stark: Wegen heftiger Schneefälle waren am Freitag im Südosten des Landes weiter Hunderttausende Menschen ohne Strom. In den Départements Drôme, Isère, Rhône und Ardèche waren rund 320.000 Haushalte ohne Strom, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. Rund 2000 Mitarbeiter waren im Einsatz, um die Schäden zu beheben. Bereits am Donnerstagabend hatte der Wintereinbruch im Osten des Landes für Chaos auf Straßen und Schienen gesorgt. Dabei wurde ein Mann von einem Baum erschlagen, wie mehrere französische Medien unter Berufung auf die Präfektur berichteten.

Zahlreiche Zugstrecken rund um Grenoble waren gesperrt, sagte ein Sprecher der französischen Bahn SNCF der Nachrichtenagentur AFP. Betroffen waren etwa die direkten Verbindungen Grenoble-Lyon, Grenoble-Valence und Grenoble-Veynes. Zahlreiche Lastwagen blieben zeitweise auf den eingeschneiten Straßen liegen. Die Behörden riefen Anwohner auf, das Auto stehen zu lassen. Außerdem wurden zahlreiche Straßen gesperrt.

bam/dpa

insgesamt 129 Beiträge
woanders 16.11.2019
1.
Es ist echt ein Graus mit der Klimaerhitzung...
Es ist echt ein Graus mit der Klimaerhitzung...
johann_münchen 16.11.2019
2.
Der Bericht handelt vom Wetter, nicht von der "Klimaerhitzung". Und ja, es ist ein Graus mit der Klimaerwärmung.
Der Bericht handelt vom Wetter, nicht von der "Klimaerhitzung". Und ja, es ist ein Graus mit der Klimaerwärmung.
Fehlerfortpflanzung 16.11.2019
3. Klimaerhitzung
Es ist ein echter Graus mit der Ahnungslosigkeit. Viel Schnee bedeutet nicht viel kalt sondern viel Wasser in der Luft, weil, Überraschung, das Mittelmeer ziemlich warm ist.
Zitat von woandersEs ist echt ein Graus mit der Klimaerhitzung...
Es ist ein echter Graus mit der Ahnungslosigkeit. Viel Schnee bedeutet nicht viel kalt sondern viel Wasser in der Luft, weil, Überraschung, das Mittelmeer ziemlich warm ist.
shardan 16.11.2019
4.
Ich gebe ja zu, dass der Begriff "Klimaerwärmung" etwas unglücklich ist. Dennoch muss man Ihnen, lieber Mitforist, bescheinigen, dass Sie sich offenbar willentlich nicht kundig machen, sondern einfach gegen etwas [...]
Zitat von woandersEs ist echt ein Graus mit der Klimaerhitzung...
Ich gebe ja zu, dass der Begriff "Klimaerwärmung" etwas unglücklich ist. Dennoch muss man Ihnen, lieber Mitforist, bescheinigen, dass Sie sich offenbar willentlich nicht kundig machen, sondern einfach gegen etwas schießen dass Sie nicht wahr haben wollen. Verlassen Sie sich darauf, dass die Gesetze der Physik sich auch von Ihrer gewollten Ignoranz nicht beeindrucken lassen! Wir pumpen wissentlich seit mehr als einem Jahrhundert direkt und indirekt unsägliche Mengen an Energie in das Wettersystem. Das Wetter ist ein so genanntes "Oszillierendes System"- es schwingt zwischen verschiedenen Zuständen (warm-kalt, Hochdruck-Tiefdruck usw) hin und her wie ein Pendel. Was passiert mit einem Pendel, den mann immer stärker anstößt? Er schwingt weiter aus. Das ist die direkte Folge der Klimaveränderung: Stürme werden stärker, Fluten höher, Tornados größer und so weiter. Das das Klima langfristig im Mittel ( Mittelwert! Haben Sie das verstanden?) wärmer wird, ist lediglich eine der langfristigen Folgen. Kurzfristige Folgen sind eher die oben genannten bzw das häufigere Auftraten derselben..
gersois 16.11.2019
5. Blamabel
Dass Frankreich mit seiner Enedis (ehemals ERDF) immer noch nicht in der lage ist, bei leichten Wetterkapriolen wie Schneefall eine stabile Energieversorgung zu garantieren, ist blamabel. Das ist auf dem Niveau eines [...]
Dass Frankreich mit seiner Enedis (ehemals ERDF) immer noch nicht in der lage ist, bei leichten Wetterkapriolen wie Schneefall eine stabile Energieversorgung zu garantieren, ist blamabel. Das ist auf dem Niveau eines Entwicklungslandes der dritten Welt. Letztes Jahr war die Dordogne dran, diesmal der Südosten. Jedes Jahr das gleiche!

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