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Treibstofftank aufgerissen

Schwerer Unfall in Wiesbaden - mehr als 20 Verletzte

Zwei Busse und vier Autos waren in den Unfall verwickelt: Im Zentrum von Wiesbaden sind Rettungskräfte zu einem großen Einsatz ausgerückt. Mindestens 21 Menschen erlitten Verletzungen.

Michael Ehresmann/Wiesbaden112/DPA

Unglücksstelle in Wiesbaden: "Technischer Defekt oder menschliches Versagen"?

Donnerstag, 21.11.2019   18:44 Uhr

Bei einem Zusammenstoß eines Linienbusses mit mehreren Fahrzeugen in Wiesbaden sind 21 Menschen verletzt worden. Ein Busfahrer habe am Hauptbahnhof aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, sagte ein Sprecher der Polizei. Laut Einsatzkräften fuhr der Gelenkbus über eine Grünfläche, gegen einen weiteren Bus, vier Autos und schließlich ein Wartehäuschen. Die Ermittler gehen aber nicht davon aus, dass der Fahrer absichtlich handelte.

Direkt nach dem Unfall am Nachmittag waren die Einsatzkräfte zunächst von 16 Verletzten ausgegangen. Doch die Zahl erhöhte sich im Laufe des Abends. "Vor Ort war zunächst eine Person zwischen dem Haltestellenbereich und einem der beteiligten Busse eingeklemmt und ein Busfahrer an seinem Platz eingeschlossen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Passanten hätten beide vor dem Eintreffen der Retter befreit.

Michael Ehresmann/Wiesbaden112/DPA

Rettungskräfte im Einsatz: Viele Verletzte

Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Behandlung der Opfer. Von den 21 Menschen wurden 19 Patienten in Kliniken gebracht. Zwei Unfallopfer seien schwer verletzt, fünf mittelschwer. Für die Leichtverletzten und weitere Beteiligte wurde eine psychosoziale Betreuung bereitgestellt.

Bei einem Bus war der Tank aufgerissen. Es seien große Mengen Kraftstoff ausgetreten, die aufgefangen wurden. Rettungsdienst und Feuerwehr waren mit insgesamt knapp 30 Fahrzeugen und über 80 Einsatzkräften vor Ort.

Die Ermittlungen dauerten laut Polizei am Abend noch an. Ursache könne ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder eine Kombination aus beidem sein, sagte ein Sprecher. Ein Gutachter wurde herangezogen, der die Unfallstelle untersuchte. Ein Polizeihubschrauber habe Fotos gemacht. Die Aufräumarbeiten sollten bis in die Nacht andauern.

Rund um den Hauptbahnhof kommt es zu starken Verkehrsbehinderungen. Die Feuerwehr rief in einer Mitteilungdazu auf, die Gegend um den Unfallort zu meiden.

mxw/ptz/dpa

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