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Politik

Nach Anschlag in Kaschmir

Indien kündigt Pakistan "starke Antwort" an

Dutzende indische Soldaten wurden bei einem Anschlag in der Konfliktregion Kaschmir getötet. Die Regierung in Neu-Delhi droht dem Nachbarland Pakistan mit einer "angemessenen Reaktion".

DPA

Soldaten der indischen Armee

Freitag, 15.02.2019   08:58 Uhr

Mindestens 40 Menschen kamen bei einem Bombenattentat auf indische Sicherheitskräfte in Kaschmir ums Leben, die aus Pakistan stammende Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed reklamierte den Anschlag für sich. Auch die Regierung in Islamabad verurteilte den Angriff und wies eine Verbindung zu den Terroristen zurück.

Doch Indien sieht das anders. Premierminister Narendra Modi kündigte eine heftige Reaktion auf den Anschlag an. "Wir werden eine angemessene Antwort geben. Unser Nachbar darf uns nicht destabilisieren", sagte er in einer Rede.

Ein mit etwa 350 Kilogramm Sprengstoff beladener Geländewagen war auf einer Autobahn im Bezirk Pulwama explodiert. Zu dem Zeitpunkt war dort ein Konvoi der paramilitärischen Polizeitruppe CRPF unterwegs. Indische Medien berichteten, es habe sich um den schlimmsten Anschlag aller Zeiten gegen indische Sicherheitskräfte im umkämpften Himalaya-Tal Kaschmir gehandelt.

Auf einen Angriff auf einen Militärstützpunkt in Kaschmir mit 19 toten indischen Soldaten hatte Indien im September 2016 nach eigenen Angaben mit einem "chirurgischen Schlag" im pakistanischen Teil Kaschmirs geantwortet. Es war das erste Mal seit 1971, dass Indien eine geplante Militäraktion auf pakistanischem Boden zugab.

Auch die US-Regierung warnt Pakistan

Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indien und seiner Trennung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 streiten die beiden Länder um die Herrschaft über Kaschmir. Die heutigen Atommächte führten bereits zwei Kriege um das Gebiet. Im von Indien verwalteten Teil kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Anhängern einer Abspaltung des überwiegend muslimischen Kaschmirs vom mehrheitlich hinduistischen Indien. Dabei kamen seit den späten 1980er Jahren Zehntausende Menschen ums Leben.

Auch die USA verurteilten den Anschlag. Zugleich forderte das Weiße Haus Pakistan in einer Mitteilung auf, die Unterstützung für Terrorgruppen auf seinem Territorium unverzüglich zu beenden. "Dieser Angriff bestärkt nur unsere Entschlossenheit, die Zusammenarbeit und Koordination zwischen den USA und Indien bei der Terrorismusbekämpfung zu stärken", hieß es weiter.

als/Reuters/dpa

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