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Politik

Obama gegen Trump

Britischer Geheimdienst nennt US-Abhörvorwürfe "lächerlich"

Die US-Regierung wird ihren Vorwurf angeblich nicht wiederholen, der britische Geheimdienst GCHQ habe Barack Obama beim Abhören von Donald Trump geholfen. London nannte die Behauptungen "vollkommen lächerlich".

Gchq/ British Ministry of Defence/ DPA

GCHQ-Hauptquartier

Freitag, 17.03.2017   17:08 Uhr

Der britische Geheimdienst GCHQ hat erneut Vorwürfe zurückgewiesen, den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama beim Abhören seines Nachfolgers Donald Trump unterstützt zu haben. "Die Anschuldigungen sind völlig lächerlich und sollten ignoriert werden", sagte ein Sprecher des Government Communication Headquarters (GCHQ).

Die Behörde reagierte damit auf Anschuldigungen, die ein Kommentator des US-Fernsehsenders Fox News geäußert hatte. Demnach soll das GCHQ Obama nach der Präsidentschaftswahl Gesprächsprotokolle Trumps geliefert haben. Der Nachrichtendienst äußert sich normalerweise nicht öffentlich zu Kritik. Das GCHQ ist für die Überwachung von elektronischer Kommunikation zuständig und mit der NSA in den USA vergleichbar.

Auch der Sprecher des US-Präsidialamtes, Sean Spicer, hatte die Vorwürfe des Fox-Kommentators zitiert. Ein Sprecher der britischen Premierministerin Theresa May erklärte dazu, man habe sich mittlerweile von der US-Regierung zusichern lassen, dass die Vorwürfe gegen den Geheimdienst nicht wiederholt würden. "Wir haben eine enge Beziehung zum Weißen Haus und können Bedenken äußern, wenn sie auftauchen. Dies war hier der Fall", sagte der Sprecher.

Das GCHQ ist neben dem Inlandsgeheimdienst MI5 und dem Auslandsdienst MI6 einer der drei britischen Nachrichtendienste. Er war in der Vergangenheit bereits mehrfach mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert. So sollen etwa Dokumente des ehemaligen NSA-Mitarbeiters und Whistleblowers Edward Snowden belegen, dass das GCHQ beim G20-Gipfel 2009 in London Politiker anderer Nationen ausspioniert hat.

als/AFP

insgesamt 22 Beiträge
w.diverso 17.03.2017
1. Die Briten
sind von dieser Volte Trumps und seines Pressesprechers auch nicht sonderlich "amused". Siehe hier: http://www.bbc.com/news/uk-39300191
sind von dieser Volte Trumps und seines Pressesprechers auch nicht sonderlich "amused". Siehe hier: http://www.bbc.com/news/uk-39300191
var 17.03.2017
2. Aber sicher!
Natürlich wurde Trumpf vom GCHQ und von der NSA abgehört. Warum sollten sie ausgerechnet bei ihm eine Ausnahme machen? Absolut lächerlich zu glauben, wenn jeder abgehört wird ("wird", nicht "werden kann"), [...]
Natürlich wurde Trumpf vom GCHQ und von der NSA abgehört. Warum sollten sie ausgerechnet bei ihm eine Ausnahme machen? Absolut lächerlich zu glauben, wenn jeder abgehört wird ("wird", nicht "werden kann"), dass bei Donald eine Ausnahme gemacht wird. Aber, genauso abwegig ist, dass die beiden Geheimdienste im Auftrag Obamas agiert haben.
akkzent 17.03.2017
3. Trump muss vor den Kadi
Wenn Obama glaubhaft bleiben möchte, muss er Trump undbedingt verklagen. Trumps unbewiesene Behauptungen werfen ohne den Rechtsweg ein bleibend schlechtes Licht auf Obama. Fuck Trump!
Wenn Obama glaubhaft bleiben möchte, muss er Trump undbedingt verklagen. Trumps unbewiesene Behauptungen werfen ohne den Rechtsweg ein bleibend schlechtes Licht auf Obama. Fuck Trump!
Thomas Schnitzer 17.03.2017
4.
Das Opfer einer Tat (Obama wird zu Unrecht beschuldigt) ist nur in der Auffassung nicht juristisch ausgebildeter Deutscher per saldo selbst an seiner Situation schuld. In Fachkreisen und anderen Ländern macht man lieber die [...]
Zitat von akkzentWenn Obama glaubhaft bleiben möchte, muss er Trump undbedingt verklagen. Trumps unbewiesene Behauptungen werfen ohne den Rechtsweg ein bleibend schlechtes Licht auf Obama. Fuck Trump!
Das Opfer einer Tat (Obama wird zu Unrecht beschuldigt) ist nur in der Auffassung nicht juristisch ausgebildeter Deutscher per saldo selbst an seiner Situation schuld. In Fachkreisen und anderen Ländern macht man lieber die Täter (= Trump) verantwortlich. Obama ist und bleibt daher glaubwürdig, auch wenn er die Größe zeigt, das lächelnd zu ignorieren. Denn es ist auch dann nichts an solchen Vorwürfen, wenn er schweigt.
obertroll 17.03.2017
5. Also seit Snowden wissen wir doch bescheid
also was soll das mit den Fake News Postern hier, die wirklich glauben, die Geheimdienste würden das nicht machen und man kann deren Aussage glauben?
also was soll das mit den Fake News Postern hier, die wirklich glauben, die Geheimdienste würden das nicht machen und man kann deren Aussage glauben?

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