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Politik

Rivale von Boris Johnson

Rory Stewart will Bürgermeister von London werden

Sie werden wohl keine Freunde mehr: Rory Stewart stellt sich gegen einen möglichen No-Deal-Brexit. Boris Johnson schmiss ihn aus der Fraktion. Nun will Stewart Johnsons früheres Amt in London übernehmen.

Hollie Adams/ Getty Images

Rory Stewart: Das Land falle politischem Extremismus zum Opfer

Freitag, 04.10.2019   14:03 Uhr

Rory Stewart war gegen Boris Johnson um das Amt des britischen Premierministers angetreten - und verlor. Jetzt bewirbt er sich um ein anderes Amt: Stewart will im kommenden Jahr in London Bürgermeister werden. Das teilte er per Twitter mit.

Das Land falle politischem Extremismus zum Opfer, warnte Stewart. Dagegen wolle er kämpfen. "Wir werden aber nur erfolgreich sein, wenn wir uns endlich aus dem Würgegriff unseres sterbenden Parteiensystems befreien", schrieb Stewart in einem Gastbeitrag im Londoner "Evening Standard".

Der 46 Jahre alte Politiker hatte zuvor angekündigt, er werde bei der nächsten Parlamentswahl nicht mehr antreten, auch seine Mitgliedschaft in der Konservativen Partei wolle er aufgeben.

Johnson verbannte Stewart aus der Fraktion

Stewart galt im Rennen um das Amt des Tory-Parteichefs und Premierministers stets als Außenseiter. Er schnitt am Ende an fünfter Stelle ab, hatte jedoch viele Menschen mit seinem leidenschaftlichen Eintreten für eine gemäßigte und konsensorientierte Politik beeindruckt.

Obwohl er gegen den Brexit gestimmt hatte, setzte sich Stewart für einen Austritt aus der EU ein, jedoch nur mit einem Austrittsabkommen.

Einen No-Deal-Brexit lehnt er vehement ab. Als er im September gegen die eigene Regierung für ein Gesetz stimmte, das einen ungeregeltes Ausscheiden aus der EU verhindern soll, verbannte Johnson ihn und 20 weitere Tories aus der Fraktion.

Johnson war zwischen 2008 und 2016 Bürgermeister Londons. Er steht wegen seiner Kriegsrhetorik bei Parlamentsdebatten in der Kritik. Die Opposition wirft ihm vor, damit Hass im Land zu säen.

Derzeit ist Sadiq Khan von der Labour-Partei Bürgermeister Londons. Er ging mehrfach US-Präsident Donald Trump öffentlich an. Einer der Streitpunkte war ein großer Luftballon, der Trump als Baby zeigen soll. Khans Regierung hatte diesen bei einer Demonstration zugelassen, Trump fühlte sich offenbar düpiert.

vks/dpa

insgesamt 1 Beitrag
brunelli 04.10.2019
1.
Der aktuelle Bürgermeister ist nicht mit Oliver Kahn verwandt. Er schreibt sich Khan... - - - - - - - -Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. MfG Redaktion Forum
Der aktuelle Bürgermeister ist nicht mit Oliver Kahn verwandt. Er schreibt sich Khan... - - - - - - - -Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. MfG Redaktion Forum

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