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Politik

Brexit

Johnson wirft Abgeordneten "schreckliche Zusammenarbeit" mit EU vor

In einer selbst initiierten Fragerunde auf Facebook wandte sich Boris Johnson an die Bevölkerung. Der britische Premierminister sprach vor allem über den Brexit - und kritisierte einige Abgeordnete scharf.

Daniel Leal-Olivas - WPA Pool/ Getty Images

Premierminister Boris Johnson: Will den 31. Oktober als Brexit-Termin halten

Mittwoch, 14.08.2019   14:35 Uhr

Mittwochs findet im britischen Unterhaus normalerweise eine Fragerunde statt. Dann haben Abgeordnete die Gelegenheit, zu verschiedenen Themen Fragen an den Premierminister zu richten. Aber das Unterhaus hat derzeit noch Sommerpause. Und so beantwortete Boris Johnson keine Fragen im Parlament, sondern in einem Livestream auf Facebook. Diese seien von der Bevölkerung eingegangen, sagte Johnson. Seine Antworten nutzte er sodann für scharfe Kritik an Abgeordneten des Unterhauses.

"Es gibt eine schreckliche Zusammenarbeit zwischen denen, die denken, dass sie den Brexit im britischen Parlament blockieren können, und unseren europäischen Freunden", sagte Johnson. Die EU sei zudem überhaupt nicht kompromissbereit. Und je länger man in einer Sackgasse stecke, desto wahrscheinlicher würde ein No-Deal-Szenario werden.

Ein harter Brexit allerdings hätte nach Ansicht vieler Experten schwerwiegende Folgen für die britische Wirtschaft. Viele Parlamentarier, auch innerhalb von Johnsons Tory-Partei, wollen dieses Szenario auch deshalb unbedingt verhindern. Und der Premierminister? Der kokettiert seit einiger Zeit mit der Idee, dass die Regierung den harten Brexit im Notfall einfach ohne das Parlament durchsetzen solle.

Aber damit stößt er auf Widerstand, besonders bei John Bercow. Der Parlamentssprecher sagte kürzlich laut dem britischen "Guardian" bei einer Rede im schottischen Edinburgh, er werde "bis zum letzten Atemzug kämpfen", um zu verhindern, dass Johnson das Parlament aushebele.

In seiner Fragerunde auf Facebook betonte Johnson nun einmal mehr, dass er den 31. Oktober als Termin für den britischen EU-Austritt auf jeden Fall halten werde. Mehrfach wurde die Frist bereits verschoben, diese wiederholten Verzögerungen würden die Bevölkerung "frustrieren", sagte Johnson. Den neuen Termin sagte er in den gut zehn Minuten seines Auftritts erneut gleich mehrfach zu: "Wir werden die EU am 31. Oktober verlassen."

aev

insgesamt 119 Beiträge
mhuz 14.08.2019
1.
Wen interessierst, ob die Britten gehen oder nicht ? Die Britten sind wie ein Gast der immer erklärt, dass er aber jetzt geht und darauf wartet, dass alle ihn bitten zu bleiben.
Wen interessierst, ob die Britten gehen oder nicht ? Die Britten sind wie ein Gast der immer erklärt, dass er aber jetzt geht und darauf wartet, dass alle ihn bitten zu bleiben.
Equalizer 14.08.2019
2. Bevor es besser wird muss es erst einmal schlechter werden!
Ohne einen harten Brexit jetzt wird UK als ganzes nicht mehr zur Besinnung kommen. Natürlich habe ich mitleid mit den 50% der UK-Bevölkerung, die die Katastrophe vorhersehen. Aber man muss erst einmal in den Abgrund schauen, [...]
Ohne einen harten Brexit jetzt wird UK als ganzes nicht mehr zur Besinnung kommen. Natürlich habe ich mitleid mit den 50% der UK-Bevölkerung, die die Katastrophe vorhersehen. Aber man muss erst einmal in den Abgrund schauen, um zu Verstand zu kommen.
kumi-ori 14.08.2019
3. Was soll's?
Die Engländer lieben ihn. Das ist alles nicht mehr unser Bier. Man muss das nicht verstehen.
Die Engländer lieben ihn. Das ist alles nicht mehr unser Bier. Man muss das nicht verstehen.
order66 14.08.2019
4.
Habe ich etwa eine neue Folge BoJo und der Brexit von Monty Python verpasst?
Habe ich etwa eine neue Folge BoJo und der Brexit von Monty Python verpasst?
ClausB 14.08.2019
5. Abgesehen von den
in meinen Augen absurden und albernen Behauptungen Johnsons in seiner fb-Rede bin ich mal gespannt, wer letzlich die Oberhand gewinnt im "Steit" mit dem speaker des Unterhauses : Johnson oder Bercow, der vor kurzem [...]
in meinen Augen absurden und albernen Behauptungen Johnsons in seiner fb-Rede bin ich mal gespannt, wer letzlich die Oberhand gewinnt im "Steit" mit dem speaker des Unterhauses : Johnson oder Bercow, der vor kurzem geäußert hat, er würde "bis zum letzten Atemzug" dagegen kämpfen, dass Johnson den Brexit am Parlament vorbei durchzieht.

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