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Politik

Neue Iran-Sanktionen

Trump erlässt persönliche Strafmaßnahmen gegen Führung in Teheran

Die USA verhängen weitere Sanktionen gegen Iran. Diesmal zielen sie direkt auf den geistigen Führer Ali Khamenei.

Mandel Ngan/AFP

Donald Trump (Mitte), Vize Mike Pence (r.) und Finanzminister Steven Mnuchin

Montag, 24.06.2019   18:36 Uhr

Donald Trump hat "harte Sanktionen" gegen Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei verhängt. Der US-Präsident unterzeichnete eine entsprechende Verfügung im Weißen Haus, die nach seinen Angaben dem obersten Führer der Islamischen Republik und seinem Umfeld den Zugang zu finanziellen Ressourcen erschweren soll.

Trump erklärte, Iran solle aufhören, Terror zu organisieren und nach Atomwaffen zu streben. Er erklärte aber auch, die Sanktionen seien schon länger in Vorbereitung und stünden nicht im Zusammenhang mit dem Abschuss einer US-Drohne über dem Golf von Oman durch Iran.

Trump erwägt offenbar Sanktionen gegen Irans Außenminister

Außerdem kündigte Finanzminister Steven Mnuchin an, auch den Außenminister der Islamischen Republik, Mohamed Dschwad Sarif, mit Sanktionen belegen zu wollen. Mnuchin sagte, Trump habe ihn angewiesen, später in der Woche Strafmaßnahmen gegen den Chefdiplomaten zu verhängen. Anders als die eher symbolischen Sanktionen gegen Khamenei wäre dieser Schritt eine echte Eskalation in dem Konflikt, würde Irans Außenminister mit Reisebeschränkungen doch an der Ausübung seines Amtes gehindert.

Die Sanktionen gegen Iran könnten über Jahre hinweg andauern, so Trump weiter. Der US-Präsident hatte im Mai 2018 das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und eine Politik des "maximalen Drucks" versprochen. Die seitdem verhängten US-Sanktionen treffen die iranische Wirtschaft schwer.

cht/Reuters/dpa

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