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Politik

Nach Raketenattacke

Israelische Luftwaffe greift mehrere Ziele in Gaza an

Israels Militär reagiert auf den mutmaßlichen Raketenangriff militanter Palästinenser: Die Luftwaffe bombardierte nach eigenen Angaben 15 "Terrorziele" in Gaza.

Abu Mustafa/REUTERS

Bombenangriff im Gazastreifen: Flammen und Rauch steigen auf

Mittwoch, 11.09.2019   07:05 Uhr

Es war Dienstagabend, als in der israelischen Hafenstadt Aschdod plötzlich Bombenalarm aufheulte - mitten während einer Wahlkampfrede von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Militante Palästinenser, so teilte es die Armee später mit, hätten zwei Raketen auf Israel gefeuert.

Jetzt hat das israelische Militär reagiert - und seinerseits mit Kampfflugzeugen mehrere Ziele in Gaza angegriffen. Das teilte die Armee ebenfalls mit. Angegriffen worden seien 15 "Terrorziele", unter anderem eine Waffenproduktionsstätte und ein Tunnel der im Gazastreifen herrschenden Hamas, die für den Raketenangriff verantwortlich seien.

Ein Video aus Aschdod zeigte, wie der 69-jährige Netanyahu am Dienstag in Begleitung von Bodyguards beim Ertönen der Warnsirenen rasch den Saal verließ. Später setzte er seine Rede fort. Nach Angaben der Armee wurden beide Raketen von dem Abwehrsystem "Iron Dome" (Eisenkuppel) abgefangen. Verletzte gab es nicht.

Parlamentswahlen Mitte September

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Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hatte 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Für den Fall seiner Wiederwahl hatte Netanyahu am Dienstag angekündigt, das Jordantal im besetzten Westjordanland zu annektieren. Das Jordantal macht rund ein Drittel des seit 1967 von Israel besetzten Palästinensergebiets aus. Israel betrachtet es als wichtige Verteidigungsbarriere.

Netanyahu erklärte am Dienstag, er wolle lediglich alle jüdischen Siedlungen im Jordantal sowie das "nördliche Tote Meer" annektieren - palästinensische Orte wie etwa Jericho blieben davon unberührt. Allerdings entsprechen die genannten Siedlungen etwa 90 Prozent des Gebiets.

kev/AFP/dpa

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